Karriereende? Klartext von Hirscher

Seine Gedanken

Karriereende? Klartext von Hirscher

Marcel Hirscher verabschiedete sich mit Doppel-Gold aus Südkorea. Und wohl auch von der Olympischen Bühne: Zu 99,9 Prozent, hatte er nach dem Slalom-Aus gemeint, waren das seine letzten Winterspiele. Im Bild-Interview bekräftigte er dies erneut.

Zu einer möglichen Teilnahme in Peking 2022 hielt er fest: "Momentan würde ich das ausschließen. Ich bin jetzt zehn Jahre im Weltcup dabei, mindestens das siebte Jahr auf diesem Niveau. Wenn man es einmal gewohnt ist in der Sonne zu stehen, ist es im Schatten ziemlich ungemütlich."

Er möchte nicht so lang weitermachen, bis er irgendwann hinterherfahre. Deshalb ist ein Karriereende in den nächsten drei Jahren überaus wahrscheinlich - zumal er den Weltcup-Lifestyle nicht gerade genieße. "Das Drumherum nervt mich. Viele schlechte Nächte in Hotels, dann passt das Essen nicht, das ewige im Flieger sitzen", lieferte er die Gründe.

Hirscher weiter: "Ich schlafe zu Hause super, aber dann liegst du im Hotel und hörst die ganze Nacht die Klospülung oder liegst mit dem Kopf neben dem Lift, es macht 'Ding-Dong, Ding-Dong'. Dann denkst du um zwei Uhr in der Früh: 'Hört endlich auf Fahrstuhl zu fahren!' Irgendwann hat man genug davon."

"Arrogant? Ich finde es professionell"

Als erwachsener Mensch habe er deshalb auch vorgezogen, nicht im Olympia-Dorf zu nächtigen. Stattdessen wohnte er mit den anderen ÖSV-Stars und Freundin Laura in einem Hotel an der Piste. "Ich bin darüber hinweg, mit acht Leuten in einem Zimmer zu liegen. Ich bin Profi, will schlafen und aufstehen, wann ich will", so der 28-Jährige.

Er wollte beim "wichtigsten Ereignis nicht in einer Art Jugendherberge übernachten. In Sotschi habe ich es versucht und bin nach drei Tagen ausgezogen". Den Vorwurf, das wäre arrogant, lässt er nicht auf sich sitzen: "Ich finde es ehrlich und professionell. Im Weltcup würden wir das nie machen! Nie! Wir trainieren das ganze Jahr wie verrückt und dann scheitert es vielleicht daran, dass du schlecht schläfst oder du dich unwohl fühlst? Das ist doch Schwachsinn."

Er sei nicht zum Spaß in Pyongchang gewesen und "kein Olympia-Tourist". Das hat er mit Doppel-Gold eindrucksvoll bewiesen ...

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