Hirscher: 'Bestes Rennen der Welt'

Nach Schladming-Triumph

Hirscher: 'Bestes Rennen der Welt'

Marcel Hirscher hat in seinem Blog auf Redbull.com das Rennen in Schladming analysiert. Der ÖSV-Superstar beschreibt ausführlich, was er seit Kitzbühel verändert hat und gibt Einblicke in die Material-Tüftlerei. "Seit den Rennen in Saalbach hat sich bei uns ein Setup-Problem eingeschlichen und wir haben leider erst nach dem ersten Lauf in Kitzbühel herausgefunden, was es ist. Dann haben wir schnell reagiert und im zweiten ging es schon viel besser ; )," beginnt Hirscher.

Details zum Setup-Fehler nennt er keine, doch beschreibt er bildhaft, wo das Problem für ihn und sein Team lag: "Was das genau war, verrate ich nicht, doch ich erkläre es so: Stellt euch vor, ihr fahrt auf einer Schneefahrbahn mit dem Auto und das Profil eurer Reifen wird auf einmal total schlecht, weil es abgefahren ist. Fühlt sich an wie Sommerreifen. Zuerst wisst ihr aber nicht, was da jetzt los ist und drückt alle möglichen Knöpfe im Auto. Nichts hilft. Dann fahrt ihr zur nächsten Tankstelle und seht: die Reifen sind fertig. Also neue Reifen drauf. Alle Knöpfe wieder zurück auf den Ausgangspunkt und schon fühlt ihr euch wieder wohl auf der Straße und könnt – wo es erlaubt ist – auch ein wenig schneller fahren, ohne euch dabei unwohl zu fühlen…"

Schladming "ist ein Privileg"

Mit Sicherheit und Selbstvertrauen konnte Hirscher voll angreifen und klärt auf, warum Schladming für ihn ein einzigartiges Rennen ist. "Mit dem Wissen, dass ich mich auf dem Setup wohlfühle, ich wieder Gas geben und mein Können voll ausspielen kann, ging es nach Schladming. Schladming ist einzigartig und von der Atmosphäre und der Stimmung  das beste Rennen der Welt. Hier zu fahren und vor heimischen Publikum zu performen ist ein Privileg. Das Publikum trägt einen fast nach unten, da bekomme ich Gänsehaut, allein wenn ich an meinen Lauf und die Euphorie der Zuseher denke."


Nach dem Sieg wirkte Hirscher beim Siegerinterview gelöst und strahlte. Man merkte, dass es ihm richtig Spaß gemacht hatte. In seinem Blog schreibt er davon, im zweiten Lauf etwas taktiert zu haben: "Im ersten Durchgang habe ich richtig Gas gegeben und hatte eine Riesen-Gaudi dabei. Im zweiten habe ich ebenso begonnen, doch ab der Hälfte bin ich etwas vom Gas gegangen, um nicht sinnlos zu riskieren und meinen dritten Schladming-Sieg in trockene Tücher zu packen. Doch selbst wenn ich im zweiten Durchgang ausgeschieden wäre – ein Einfädler kann immer passieren –, ich wäre zufrieden nach Hause gefahren, weil ich im ersten wieder richtig gut Ski fahren konnte – und nur darum geht es mir."

Wie geht es weiter für Hischer? Der 29-Jährige wird erst mal zwei Ruhetage einlegen. Danach wird Riesentorlauf trainiert und es geht nach Garmisch. "Und dann steht auch schon der diesjährige Saisonhöhepunkt an: die Ski-WM in Are. Der Plan ist, erst am 13. Februar nach Schweden zu reisen, um den Riesentorlauf und den Slalom zu fahren. Bis dahin werde ich mich sehr gut vorbereiten und auch die Regeneration nicht zu kurz kommen lassen. Natürlich werde ich davor einige Stunden vor dem TV verbringen und unseren Jungs die Daumen drücken ; ) Wir haben eine tolle Mannschaft und werden sicher in allen Bewerben Medaillen holen", so Hirscher.

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