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Medienbericht

Neue Schmutzkübel-Enthüllungen um Sailer

Die Enthüllungen um Toni Sailer schlagen hohe Wellen: Nach den teilweise erbosten Reaktionen von Fans, Politikern und Sport-Funktionären berichten Standard, Ö1 und Dossier jetzt erneut über angebliche "Enthüllungen". Ein aufgefundener Akt des österreichischen Außenministeriums soll neue Details zutage bringen.

So gebe es laut den Medienberichten eindeutige Hinweise auf eine Intervention des damaligen Kanzlers Bruno Kreisky. Und auch der ÖSV, der zunächst mit der Sache nichts zu tun haben wollte, sei involviert gewesen, heißt es in den Berichten.

Sailer, der mit drei olympischen Gold-Medaillen sowie sieben Weltmeister-Titeln zur rot-weiß-roten Ikone wurde, wird in den Berichten vorgeworfen, 1974 in Zakopane als Funktionär des Skiverbandes eine Prostituierte vergewaltigt zu haben. ÖSV-Generalsekretär Klaus Leitner erklärte kürzlich: "Das war keine ÖSV-Geschichte, das war nur eine Geschichte von Toni Sailer."

Wenige Tage nach dem Vorfall hatte das Außenministerium jedoch angekündigt, von den die "peinliche Situation herbeigeführt habenden Funktionären des Österreichischen Skiverbandes die alsbaldige Refundierung der Kaution" zu verlangen. Die Österreichische Botschaft in Warschau hatte die Kaution bezahlt. Sailer bekam seinen Dienstpass zurück und konnte Polen verlassen.

Zehn Tage nach der vermeintlichen Vergewaltigung sprach die betroffene Janina S. "am 15. März 1974 bei der österr. Botschaft in Warschau" vor. Sie gab an, polnische Behörden hätten ihr 10.000 Zloty geboten "und bedeutet, über die Angelegenheit ansonsten Stillschweigen zu halten".

Rudi Sailer empört über angebliche "Enthüllungen"

Ex-Botschaftssekretär Ferdinand Mayrhofer-Grünbühel erinnert sich noch heute an das Gespräch: "Als sie kam, war die Sache eigentlich abgeschlossen, Sailer hatte das Land verlassen. Sie hatte Angst, durch die Finger zu schauen." Ihr Ziel sei es gewesen, eine "Entschädigung oder Schmerzensgeld zu erhalten."

Wirkte die Frau glaubwürdig? "Im Prinzip würde ich sagen, 'ja' - ob natürlich alle Details stimmen, das weiß ich nicht." Nachsatz: "Eigentlich hat sie mir leidgetan."

Der frühere polnische Skifahrer Andrzej Bachleda-Curus fand klare Worte. "Toni kam von Norwegen nach Polen, er war total betrunken. Zu dieser Zeit trank er schwer, aber für uns in Polen war er ein Idol. Er war der Größte, er war der Boss“, sagt er.

Toni Sailers Bruder Rudi zeigte sich in einem Interview mit oe24.TV vor kurzem empört über die Anschuldigungen. Sein toter Bruder könne sich schließlich nicht mehr wehren.

Video zum Thema Rudi Sailer über die Vorwürfe gegen seinen Bruder
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Keine Anklage wegen Formfehlern

Aus dem Akt ergibt sich auch, dass Kreisky eingegriffen habe. Darin heißt es nämlich, dass "eine Anfrage des Herrn Bundeskanzler Kreisky an die polnische Botschaft in Wien erfolgt sei und die Nichterledigung dieser Angelegenheit in Anbetracht des für Oktober festgelegten Besuches des polnischen Ministerpräsidenten in Österreich unangenehm sei."

Ende August, beim Treffen mit einem Vizegeneralprokurator in Polen erfuhr Sailers Anwalt schließlich, dass es mitunter wegen zweier Formfehler zu keiner Vergewaltigungsanklage kommt.

Über die jüngsten Vorwürfe empörte sich Bruder Rudi Sailer zuletzt im oe24.TV: "Für mich ist das unerklärlich, dass man nach 45 Jahren hergeht und das macht. Er kann sich ja nicht mehr verteidigen. Man schädigt damit den Namen meines Bruders und den Tourismus in Kitzbühel."

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