Die Deutsche will die Slalom-Kugel holen

Riesch hat Kampf um Gesamt-Weltcup aufgegeben

Rein mathematisch steht der neuerliche Sieg von Lindsey Vonn im Gesamt-Weltcup noch nicht fest. Doch kaum jemand zweifelt mehr daran, dass die große Kristallkugel zum dritten Mal in Folge an die 25-Jährige aus den USA gehen wird. Vor dem Auftakt des Weltcup-Finales in Garmisch-Partenkirchen mit der Abfahrt am Mittwoch (11.15) hat auch "Rivalin" Maria Riesch Vonn bereits zum Gesamtsieg gratuliert.

"Der Gesamt-Weltcup? Nein, das ist unrealistisch. Jeder, der ein bisschen rechnen kann, sieht das", meinte Riesch, deren volle Konzentration dem Kampf um die Slalom-Wertung am Samstag gegen die Niederösterreicherin Kathrin Zettel und die Französin Sandrine Aubert gilt. Und Riesch will das Finale in ihrer Heimat Garmisch-Partenkirchen, dem WM-Ort 2011, "richtig genießen".

"Ich freue mich auf die Tage hier. Ich bin Doppel-Olympiasiegerin und möchte mich vor Heimpublikum noch einmal gut präsentieren", nahm sich Riesch vor. Nur Vonn will - zumindest in der Öffentlichkeit - noch nicht vom Sieg im Gesamt-Weltcup sprechen. "Ich habe den Weltcup noch nicht in der Tasche. Maria kennt die Strecke in ihrer Heimat sehr gut, da muss ich aufpassen", erklärte Vonn, die sechs von bisher sieben Abfahrten der Weltcup-Saison plus die Olympia-Abfahrt gewonnen hat.

Dass sie angesichts ihrer Hochform in den Speed-Bewerben sehr schwer zu schlagen ist, konnte aber selbst Vonn nicht von der Hand weisen. "Wenn ich einen guten Lauf habe und das Material passt, dann ist es schon ein bisschen schwer für die anderen." Sollte Vonns Vorsprung nach der Abfahrt mehr als 300 Punkte betragen, wäre die Entscheidung bereits am Mittwoch auch mathematisch fix gefallen.

Für die Österreicherinnen geht es darum, eine Weltcup-Saison ohne einen einzigen Stockerlplatz in der Abfahrt zu verhindern. Fast schon traditionell war Elisabeth Görgl am Dienstag als Dritte im Training ganz vorne dabei. "Jetzt wird's Zeit, dass ich das auch ins Rennen umsetze", nahm sich die Steirerin, die bei Olympia Abfahrts-Bronze gewann, in die Pflicht. Görgl hat sich vorgenommen, "nicht zu viel zu wollen und nicht zu verkrampfen".

Auch Damen-Cheftrainer Herbert Mandl hofft auf ein Happy End einer Saison, in der "in der Abfahrt nicht sehr viel zusammengepasst hat". Völlig unbeeindruckt hat Super-G-Olympiasiegerin Andrea Fischbacher ihren 23. Rang im Training zur Kenntnis genommen. "Zwischen Training und Rennen besteht bei mir ein sehr großer Unterschied. Ich hab' mir die Strecke heute nur einmal angeschaut." Neben Fischbacher und Görgl hat sich aus ÖSV-Sicht nur noch Anna Fenninger (22. im Training) fürs Abfahrts-Finale qualifiziert.

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