Riesch hielt Gesamtwertung rein rechnerisch offen

Sieg von M. Riesch in Garmisch-Abfahrt vor Vonn

Maria Riesch hat am Mittwoch einen Abfahrts-Heimsieg in Garmisch-Partenkirchen gefeiert. Die deutsche Doppel-Olympiasiegerin setzte sich zum Auftakt des Saison-Finales mit 48/100 Sekunden vor der US-Abfahrts-Weltcupsiegerin Lindsey Vonn durch. Andrea Fischbacher landete als beste Österreicherin auf Rang 15. Damit erreichte die ÖSV-Abfahrtstruppe der Damen diesen Winter keinen einzigen Podestplatz.

Durch den Riesch-Erfolg wurde die Entscheidung im Gesamt-Weltcup vertagt, vor den für die nächsten Tage angesetzten Rennen im Riesentorlauf, Super-G und Slalom liegt Vonn nun 225 Punkte vor Riesch. Vonns Sieg in der Abfahrtswertung war schon festgestanden. Hinter der US-Amerikanerin landete die Schwedin Anja Pärson auf Rang drei.

Riesch war die einzige Läuferin, die Vonn in dieser Saison in der Abfahrt besiegt hat. Das Rennen in Garmisch war nach St. Moritz erst die zweite Abfahrt im Olympia-Winter, die nicht mit einem Vonn-Triumph geendet hat. Logischerweise war die Entscheidung im Abfahrts-Weltcup bereits vor Garmisch gefallen.

Siegerin Riesch machte nicht nur den Zielraum der Kandahar zu einem Tollhaus, sondern auch perfekte Werbung für die WM 2011. "Ich bin sehr stolz und freue mich, dass ich dieses Rennen daheim gewonnen habe. So eine Generalprobe gibt ein gutes Gefühl und Selbstvertrauen für die WM im nächsten Jahr", erklärte die 25-Jährige, die bei Olympia in Kanada zweimal Gold eroberte.

Trotz des Erfolgs verschwendet Riesch keine Gedanken mehr an den Gesamt-Weltcup. "Ich habe 20 Punkte aufgeholt. Aber der Gesamt-Weltcup ist kein Thema mehr für mich. Mein Ziel bleibt, dass ich hier gute Rennen fahren möchte." Vonn gratulierte Riesch zu einem "super Lauf" und strahlte Lockerheit aus. "Ich will ein gutes Ende der Saison."

Ein gutes Ende blieb den ÖSV-Abfahrerinnen verwehrt. Andrea Fischbacher sieht bei sich selbst große Probleme beim Gleiten, "in diesem Bereich muss ich aufholen". Anna Fenninger ließ als 22. lediglich die französische Junioren-Weltmeisterin Jeromine Geroudet hinter sich. "Mit dieser Saison bin ich überhaupt nicht zufrieden", stellte Fenninger deshalb klar.

Elisabeth Görgl stürzte schwer, konnte jedoch wenig später aus eigener Kraft ins Ziel fahren. "Ich habe leider verschnitten, ich wollte unbedingt aufs Stockerl", berichtete Görgl, die mit dem dritten Platz bei Olympia für das einzige ÖSV-Saison-Highlight in der Abfahrt gesorgt hatte.

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