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Assinger-Klartext

"Marcel war der Rest des Teams wurscht"

Armin Assinger erklärte in Talk-Sendung Hirscher-Erfolg und ÖSV-Krise.

Auf den Gewinn des Nationencups im Ski-Weltcup wurde viele Jahre kaum Wert gelegt. 30 Jahre hintereinander gewann das ÖSV-Team die Kugel für die beste Ski-Nation. Aktuell liegt "Ski-Erzrivale" Schweiz jedoch 670 Punkte voran - die Alarmglocken schrillen!

In der Saison unmittelbar nach dem Rücktritt von Superstar Marcel Hirscher hat sich bisher bestätigt, was schon angesichts der Ergebnisse zu dessen aktiver Zeit diagnostiziert werden musste. Hinter Hirscher kam lange nichts, nur fiel das durch die Strahlkraft des Zugpferds kaum auf. "Die Lage ist ernst auf alle Fälle", meint dazu auch Armin Assinger bei "Sport und Talk aus dem Hangar-7".

Während ÖSV-Boss Schröcksnadel weiter daran glaubt, dass unsere Ski-Asse am Ende wieder ganz oben stehen, ist Assinger skeptisch: "Den Optimismus von Präsident Schröcksnadel teile ich nicht, was den Nationencup anbelangt. Der Zug ist abgefahren." Man müsste froh sein "wenn sich die eine oder andere Kugel eventuell noch ausginge".

"Team Hirscher" als Erfolgsrezept

Man müsste feststellen, dass Hirscher viel kaschiert hatte und auch Verletzungen das ÖSV-Team heuer stark geschwächt hätten.

Auch ein Thema war der zunehmende Trend von Athleten mit einem eigenen Team - Marke Hirscher - oder in Kleingruppen zu trainieren. "Der Verband muss aufpassen, dass er sich nicht ad absurdum führt. In der Gruppe entsteht eine Spirale, wir haben uns gegenseitig gepusht. Zuerst muss man gewinnen, dann kann jeder sein eigenes Supperl kochen."

So wie Hirscher, der Training und Trainingsbetreuung optimierte. "Marcel wollte nicht, dass das Team mit ihm trainiert", so Assinger. "Ihm war der Rest wurscht. So ist der Einzelsport. Das ist auch sein gutes Recht, wenn man den Weltcup so dominiert."

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