Uns fehlen Hirschers Punkte

Nationencup

Uns fehlen Hirschers Punkte

Bei 806 Punkten Rückstand auf die Schweiz ist die Herren-Teamwertung für Österreich futsch.

Wir sehen Marcel Hirscher völlig entspannt bei einer Ski-Tour. "An Tagen wie diesen", postete er auf Instagram. Er strahlt mit der Sonne um die Wette. Zur gleichen Zeit schlitterten seine Nachfolger beim Parallel-RTL in Chamonix in die nächste Pleite. Kein Wunder, dass der Ruf nach Hirscher immer lauter wird.

Die Herren-Wertung ist quasi futsch. 806 Punkte sind bei noch 17 auszustehenden Rennen auf die Schweiz kaum aufzuholen. Noch dazu liegen auch Norwegen und Frankreich vor uns.

Mit Hirscher-Punkten würde es sich ausgehen

Mit dem Doppelsieg im umstrittenen Parallel-RTL von Chamonix haben die Schweizer den Jackpot geknackt. Nach 29 von 46 Rennen liegen die Eidgenossen 268 Punkte vor Norwegen. Österreichs Herren haben als Vierte über 800 Punkte Rückstand. "Die Mannschaftswertung ist weg", hat sich ÖSV-Herrenchef Andreas Puelacher bereits mit einer Team-Niederlage abgefunden. Jetzt geht's um Schadensbegrenzung.

Eine gute Chance dafür bieten die Heimrennen in Saalbach in dieser Woche und Hinterstoder (28. Februar bis 1. März Kombi, Super-G & RTL). "Daheim sind wir immer stark", so Puelacher, der hofft, dass zumindest der Nationencup noch zu retten ist. Da liegt Österreich als Zweiter "nur" 497 Punkte hinter der Schweiz. Puelacher: "Da geben wir nicht auf und fighten, solang es sich noch ausgehen kann."

Zur Erinnerung: In den vergangenen 30 Jahren ging der Nationencup immer an Österreich. In der Ära von Peter Schröcksnadel als ÖSV-Präsident gaben unsere Alpinen stets den Ton an. Doch seit dem Rücktritt von Marcel Hirscher ist alles anders. In den vergangenen 8 Jahren hat der Rekord-Weltcupsieger nie weniger als 1.222 Punkte zur Herren-Mannschaftswertung bzw. zum Nationencup beigetragen. In seiner Rekord-Saison 2015/16 waren es sogar 1.795. In seinem letzten Jahr fuhr Hirscher allein im Slalom 786 Punkte ein - schon die würden uns vermutlich retten.

Könnte uns Hirscher überhaupt nach seiner Auszeit noch helfen? Er selbst sagt bescheiden: "Für den zweiten Durchgang würde es reichen." Dann wäre aber wieder alles möglich.

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