Ammann erster Schweizer Skisprung-Weltcup-Sieger
Ammann erster Schweizer Skisprung-Weltcup-Sieger
Ammann erster Schweizer Skisprung-Weltcup-Sieger

Ammann erster Schweizer Skisprung-Weltcup-Sieger

Simon Ammann hat sich am Freitag als erster Schweizer den Gesamtsieg im Skispringer-Weltcup gesichert. Der 28-Jährige feierte in Lillehammer seinen achten Saisonsieg, den vierten im Weltcup in Serie, und ist am Sonntag im letzten Bewerb am Holmenkollen bei Oslo bei 203 Punkten Vorsprung auf Verfolger Gregor Schlierenzauer nicht mehr einzuholen.

Der Pokalverteidiger aus Tirol fühlte sich nach einer wochenlangen Schwächephase erstmals wieder fit und wurde nach Sprüngen auf 132 und 132,5 m nur 3,1 Punkte hinter Ammann (135/133,5) auch Tages-Zweiter. Er fing im Finale den Halbzeit-Spitzenreiter Adam Malysz ab. Der Pole verpasste damit seinen 39. Weltcupsieg, den ersten seit fast drei Jahren.

Ammann kam nach dem Doppel-Olympiasieg in Vancouver auch im Weltcup nochmals so richtig auf Touren, feierte Seriensiege und setzte sich deutlich von dem nicht fitten Schlierenzauer ab. "Victory" schrie es Ammann hinaus, nachdem er mit dem 16. Erfolg im Weltcup seinen ersten Gesamtsieg fixiert hatte. "Das ist ein fantastischer Tag. Ich hatte Extra-Motivation, das ist jetzt wirklich ein großartiges Gefühl", erklärte der vierfache Olympiasieger, dem angesichts der tollen Saison die Superlative ausgehen.

Obwohl er den Weltcup nicht erfolgreich zu verteidigen vermochte, wirkte Schlierenzauer in Lillehammer gelöst. Er spürt, dass der Weg zur Skiflug-WM, die er als Champion in Angriff nimmt, stimmt. "In Lahti und Kuopio war ich ziemlich angeschlagen, in Lillehammer hat es nun wieder gut zusammengepasst", meinte der 20-Jährige zufrieden. Es seien noch Kleinigkeiten in der Hocke zu verbessern. "Aber es ist ein gutes Gefühl, mit so knappem Rückstand Zweiter zu werden, wenn man noch große Reserven hat."

Das Team von Cheftrainer Alexander Pointner präsentierte sich einmal mehr mannschaftlich stark, auf den Plätzen vier bis sechs rangierten David Zauner, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler. Aus dem Olympiasieger-Quartett fiel lediglich Wolfgang Loitzl (15.) etwas ab.

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