Amman legte seine Dominanz auch aufs Skifliegen um

Ammann führt bei Skiflug-WM - Schlierenzauer 3.

Titelverteidiger Gregor Schlierenzauer und überraschend Wolfgang Loitzl liegen nach dem ersten Tag der Skiflug-WM auf Medaillenkurs. Die beiden ÖSV-Adler mussten Doppelolympiasieger Simon Ammann und dem Polen Adam Malysz am Freitag in Planica aber mit großem Abstand den Vortritt lassen. Schlierenzauer fehlen vor den ausstehenden zwei Durchgängen am Samstag (10.15 Uhr) 17,2 Punkte auf Ammann.

Weltcupsieger Ammann (215,5 m/216,5 m) führt 2,8 Punkte vor Malysz (217,5/215,0), der nach dem ersten Sprung noch knapp vor dem Schweizer gelegen war. Der nach Durchgang eins drittplatzierte Norweger Anders Jacobsen fiel weit zurück. Die weiteren Österreicher präsentierten sich geschlossen stark, Vizeweltmeister Martin Koch, WM-Neuling David Zauner und Thomas Morgenstern liegen auf den Plätzen neun bis elf.

Schlierenzauer glaubt nach Sprüngen auf 209,5 und 205,0 Meter noch an die erfolgreiche Titelverteidigung. "Noch ist alles drinnen, 20 Punkte klingt zwar sehr viel, aber morgen wird der Wind eine große Rolle spielen, dann kann man noch viel gutmachen", betonte der Tiroler, der sich wie bei den zwei Olympiakonkurrenzen hinter Ammann und Malysz einreihte.

Normalschanzenweltmeister Loitzl überraschte mit ungewohnter Flugstärke sogar sich selbst und zeigte konstante Flüge auf 207,0 und 211,5 m. "Unglaublich, am Mittwoch habe ich noch gedacht, dass ich nach zwei Trainingssprüngen wieder nach Hause fahre. Manche haben es mir nicht zugetraut, dass ich so weit vorne bin, ich selber aber auch nicht. Ich bin sehr zufrieden, es tut einfach gut. Es kann so weiter gehen", freute sich der 30-jährige Steirer, der im zweiten Durchgang vier Plätze gutmachte.

Vizeweltmeister Koch, der sich eine Medaille vorgenommen hat, war mit Platz neun nicht zufrieden. "Es ist schon ein gewaltiger Abstand nach vorne, die Sprünge waren nicht ganz so, wie ich sie gerne hätte", sagte der Kärntner. WM-Debütant Zauner steigerte sich im zweiten Durchgang mit der Höchstweite von 223,0 m auf Platz zehn. Auch Teamolympiasieger Morgenstern (196,5/211,5) konnte sich im zweiten Versuch verbessern, dem Kärntner fehlen allerdings bereits 25 Punkte auf den Bronzeplatz.

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