Stefan Kraft: 'Eine Wahnsinns-Saison für mich'

Gesamt-Weltcup-Sieger

Stefan Kraft: 'Eine Wahnsinns-Saison für mich'

Gesamtweltcup-Sieger Stefan Kraft jubelt nach einem Traum-Jahr.

"Normal wäre jetzt ein Termin nach dem anderen. Aber heuer ist es etwas ruhiger, mir tut das sicher nicht schlecht", lächelt Überflieger Stefan Kraft. Während morgen eigentlich die Skiflug-WM in Planica hätte beginnen sollen, liegt der 26-Jährige seit Tagen auf der Couch - das Coronavirus beendete die Skisprung-Saison vorzeitig. Der Salzburger kann dennoch strahlen: Zum 2. Mal in seiner Karriere sicherte er sich den Gesamtweltcup, zuletzt gelang das vor drei Jahren.

"Unglaublich, dass ich das noch einmal geschafft habe. Nach dem ersten Mal habe ich zu mir gesagt, ich muss die Emotionen aufsaugen, weil ich es vermutlich nicht noch einmal erlebe. Dass ich das jetzt geschafft habe, macht mich sehr stolz und hat einen hohen Stellenwert", so Kraft. Die 2. kleine Kugel für den Skisprung-Weltcup ist die Krönung der Traum-Saison.

Highlight am Kulm

Kraft stand heuer in 27 Springen 15 Mal am Podest, gewann fünf Mal. Das Highlight? Sein 1. Heimsieg, beim Skifliegen am Kulm. "Es war sehr emotional, die Hymne im eigenen Land zu hören. Davon habe ich immer geträumt", so Kraft, der sagt: "Das war eine Wahnsinns-Saison, nicht in Worte zu fassen." Dabei war die Vorbereitung holprig: "Im Herbst hat gar nichts funktioniert, was ich auch probiert habe. Irgendwann habe ich die Bindung geändert. Das waren sehr schwere Zeiten."

Sein Puzzlestein für die Erfolgsstory: ein gutes Umfeld. "Meine Freundin und die Familie stärken mir immer den Rücken. Dazu sorgen die Trainer und Betreuer dafür, dass ich mich nur auf den Sport konzentrieren kann." Gefeiert wurde bisher nur mit den Teamkollegen auf dem Rückflug aus Norwegen. "Da ist es wild zugegangen. Ich glaube, die Stewardessen waren froh, wie der Flug zu Ende war", lächelt der Salzburger. Alle weiteren Feiern sind wegen des Coronavirus aufgeschoben. "Ich werde mich jetzt daran halten, was die Regierung sagt und weitgehend zu Hause bleiben", so Kraft. "Für mich steht Keller ausräumen am Programm. Und kochen mit der Freundin." Eine gezwungene Ruhezeit, die sich der 21-fache Weltcupsieger nach dieser Saison absolut verdient hat!

In einer Reihe mit "Schlieri" und "Morgi"

Stefan Kraft flog in dieser Saison in 27 Springen satte 15 Mal auf das Podest, gewann fünf Springen. Mit seiner 2. großen Kugel zieht er aus heimischer Sicht u. a. mit Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern gleich. Nur noch Andreas Goldberger (3) ist vor ihm. An Weltcupsiegen hat Stefan Kraft den "Goldi" schon überholt, hält bei 21 - nur 12 Springer schafften mehr, darunter drei Österreicher: Schlierenzauer (53), Andreas Felder (25) und Morgenstern (23).

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