Rücktritt als Nordischer Direktor

Toni Innauer verlässt ÖSV - Vettori Nachfolger

Die Ära von Anton Innauer als ÖSV-Funktionär ist vorbei. Der Skisprung-Olympiasieger von 1980 hat in Innsbruck seinen Rücktritt als Nordischer Direktor für Skispringen und Nordische Kombination verkündet. Innauer hatte das Amt seit 1993 inne und war davor auch schon als Cheftrainer des ÖSV-Skispringerteams tätig. Als Nachfolger wurde der bisher für Marketing zuständige Ernst Vettori präsentiert.

Wie Toni Innauers Zukunft aussehen wird, ließ der 51-Jährige am Mittwoch offen. "Ich habe versprochen, zumindest für ein Jahr nicht zu einem anderen Verband zu gehen", sagte der Vorarlberger, der ein späteres Comeback beim ÖSV nicht ausschloss. "Es gibt einige Angebote. Ich nehme mir nun die Zeit, in Ruhe zu sondieren." Der studierte Psychologe will seine Vorträge und "Trainertätigkeit" bei Wirtschaftstreibenden ausbauen.

"Ich bin hier, um zu sagen, mein Leben ändert sich. Erfreulicherweise an einem sportlichen Höhepunkt", meinte der Vorarlberger Innauer, der stolz auf die Skispringer und Nordischen Kombinierer ist, die in Whistler Olympia-Teamgold verteidigt hatten. Für ihn gehe eine Ära zu Ende, in der man an die Grenzen gestoßen sei, in der es schwere Zeiten gegeben habe, in er aber auch Loyalität gefragt worden sei: "Es gab eine tolle Kultur in meinem Bereich, viele ehemalige Sportler haben mitgearbeitet", sagte der 51-Jährige zum Abschied.

Innauers Dank galt in erster Linie seiner Frau Marlene, die viel Verständnis aufgebracht habe, und Schröcksnadel, der ihm vor 18 Jahren vor die Herausforderung gestellt hatte - mit den Worten: "Entweder bleibst du immer ein Blumenstock im Schaufenster, das man bewundert, oder du wirst ein erfolgreicher Manager." Innauer bedankte sich auch bei Vettori, dem aktuellen Springer-Chefrainer Alexander Pointner sowie ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner, den er als "eine Schlüsselperson in seiner Karriere" bezeichnete.

Wie Innauers Zukunft aussehen wird, ließ dieser vorerst offen. "Ich habe versprochen, zumindest für ein Jahr nicht zu einem anderen Verband zu gehen", sagte Innauer, der zugleich ein späteres Comeback beim ÖSV nicht ausschloss. "Es gibt einige Angebote. Ich nehme mir nun die Zeit in Ruhe zu sondieren." Der studierte Psychologe will seine Vorträge und "Trainertätigkeit" bei Wirtschaftstreibenden ausbauen. Am Montag erscheint sein neues Buch "Am Puls des Erfolges", in dem er Einblicke gibt, "ohne die tiefsten Geheimnisse auszusprechen". Auch habe er sich kritisch, aber liebevoll mit der Wettbewerbsgesellschaft auseinandergesetzt.

Innauers Nachfolger wird Ernst Vettori, den er als seinen "Lieblingsschüler" bezeichnete. Erste Vorgespräche mit dem ÖSV gab es schon vor einem Jahr, entschieden wurde erst kürzlich. Vettori wird seine aktuellen Marketingaufgaben innerhalb des ÖSV abgeben. Vettori betonte, dass er in den vergangenen zwanzig Jahren viel von Innauer gelernt habe. "Und am meisten, als wir 2002 in Salt Lake City keine Medaille gemacht haben."

Mit neuen Konzepten und einem neuen Strukturmodell will Vettori an seine neue Arbeit herangehen. "Ich werde diese ausarbeiten, und sie dann dem Verband präsentieren", betonte der neue Sportchef, der noch am Donnerstag zum Weltcup-Finale der Skispringer und Kombinierer nach Oslo fliegen wird, um erste Gespräche zu führen. Bei der Skiflug-WM in Planica ist Vettori erstmals Mannschaftsführer. "Ich will altbewährte Dinge weiterverfolgen, aber auch neue Sachen einführen."

Innauer sagte über seinen Nachfolger, einen begeisterten Hobbygärtner: "Ich habe den Humus bereitet, Ernst wird sich nun überlegen, wo er umgraben muss, wie er den Garten anlegen wird, damit er blüht." Wie lange der Vertrag Vettoris, Olympiasieger von 1992, mit dem ÖSV läuft, ließ Schröcksnadel offen: "Darüber haben wir nicht gesprochen. Zwei, drei Jahre ist ein zu kleiner Horizont. Denn Beständigkeit ist uns ganz wichtig."

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