100.000 Zuschauer beim Wien-Major

Beach-Volleyball-Hype

100.000 Zuschauer beim Wien-Major

Veranstalter Hannes Jagerhofer hat bei seiner Bilanz über das Major auf der Donauinsel nicht mit Superlativen gespart. "Wien ist die Welthauptstadt des Beach-Volleyballs, da gibt es nicht annähernd eine Konkurrenz", sagte Jagerhofer am Sonntag vor den Finalspielen der Herren.

Wien fungierte nach dem Aus des langjährigen und erfolgreichen Großturniers in Klagenfurt zum zweiten Mal nach der WM 2017 als Schauplatz. Der Vertrag läuft noch bis 2020. Mit dem Schlusstag, an dem es wie schon am Donnerstag ein Gewitter samt möglicher Räumung des Areals geben könnte, sollte die Marke von 100.000 Besuchern überschritten werden. "Das ist schon eine tolle Zahl", betonte Jagerhofer.

Reichte an WM heran

Der Versuch, an 2017 heranzukommen sei jedenfalls gelungen. Jagerhofer: "Wir haben eine heiße Woche hinter uns. Mit der WM haben wir einen Riesenerfolg gehabt, wir haben versucht, noch etwas zu verbessern. Schon am ersten Tag haben wir gemerkt, dass es etwas Besonderes wird. Wir haben jeden Tag die Besucherzahlen der WM geschlagen, außer am Donnerstag wegen des Gewitters."

An Wien - gemessen am Sponsorenaufkommen, dem Zuschauerzuspruch und der Medienresonanz - will Jagerhofer mittelfristig auch bei den anderen Majors, die er mit seiner Agentur seit 2015 ausrichtet, herankommen. "Das Ziel ist es, sechs Standorte zu haben, die das Niveau von Wien erreichen. Da werden wir noch ein paar Jahre brauchen, aber daran arbeiten wir", sagte Jagerhofer.

Major-Serie soll wachsen

Heuer umfasst die Serie vier Turniere, 2019 werden die Events der höchsten Kategorie der World Tour erneut in Fort Lauderdale, Gstaad, Wien und Hamburg (WM) in Szene gehen. 2020 und darüber hinaus will man aber expandieren. Mögliche neue Standorte seien Veracruz in Mexiko, Istanbul, Prag, Barcelona und Shenzhen in China, so Jagerhofer.

Nicht ganz so erfreulich fiel das Resümee von Nik Berger, dem Beach-Sportdirektor im Österreichischen Volleyball-Verband, aus. "Auf der Männerseite ist das herausgekommen, was ich mir erhofft und erwartet habe. Bei den Damen wissen wir, dass vor allem der Unterbau zu dünn ist. Mittelfristig müssen wir hier viel tun. Die Damenseite ist eher unser Problem, aber wir arbeiten daran", erläuterte der Ex-Profi.

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