Box-Skandal: IOC ließ Qualifikation für Tokio 2020 zu

Sechs positive Corona-Fälle

Box-Skandal: IOC ließ Qualifikation für Tokio 2020 zu

Ein Box-Qualifikationsturnier für die Olympischen Spiele 2020 fanden trotz der Corona-Epidemie statt.

Seit Dienstag steht es fest - die Olympischen Sommerspiele sind auf 2021 verschoben. Doch vor einer Woche war das noch nicht so klar. Die Verzögerung der Entscheidung hat seinen Tribut gefordert.

Ein paar Tage zuvor kam es zu einem Box-Qualifikationsturnier in London. Ca. 350 Boxer kämpften um die Startplätze für das Riesen-Event in Tokio. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Coronavirus schon in der britischen Hauptstadt ausgebreitet. Zu Beginn der Veranstaltung waren die Zuschauerränge noch gefüllt, erst am dritten Tag des Turniers wurde den Zuschauern der Zutritt verweigert. Erst Stunden später reagierte man mit dem Abbruch der Qualifikation.

Positive Corona-Tests

Doch die Maßnahmen kamen eindeutig zu spät: Zwei Boxer und ein Trainer aus der Türkei sowie ein Athlet und zwei Coaches aus Kroatien sind mittlerweile positiv auf das Coronavirus getestet worden. Eine Tatsache, die das IOC mitzuverantworten hat. "Dieses Turnier hätte niemals stattfinden dürfen. Die ganze Welt hatte schon Maßnahmen ergriffen. Ich bin verblüfft, dass das IOC und die britische Politik das Turnier überhaupt genehmigt hat", wütet Eypü Gözgec, Präsident des türkischen Box-Verbands, im "Guardian".

"Viele von uns hatten Bedenken. Es war verantwortungslos. Und jetzt haben wir drei positive Fälle", so der Verbandsboss weiter. Die Veranstalter stritten unterdessen ab, dass der Zusammenhang zwischen dem Turnier und den Infektionen bestehe.

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