Federer zum 9. Mal im US Open-Halbfinale

2 Matchbälle abgewehrt

Federer zum 9. Mal im US Open-Halbfinale

Schweizer wehrt gegen Monfils Matchbälle ab, siegt in 5 Sätzen.

Roger Federer hat zum neunten Mal das US-Open-Halbfinale erreicht. Der 17-fache Grand-Slam-Triumphator gewann am Donnerstag (Ortszeit) in einem nicht immer hochklassigen, aber dramatischen Spiel nach einem 0:2-Satzrückstand und zwei abgewehrten Matchbällen gegen den Franzosen Gael Monfils noch 4:6,3:6,6:4,7:5,6:2. Im Kampf um den Finaleinzug trifft Federer am Samstag auf den Kroaten Marin Cilic.

Kampfgeist macht sich bezahlt
Im zehnten Duell zwischen Federer und Monfils wehrte der 33-jährige Schweizer beim Stand von 4:5 im vierten Satz zwei Matchbälle ab. "In dem Moment dachte ich nur: Geh wenigstens kämpfend unter", gab er danach zu. Kampfgeist, der sich auszahlte: Nach 3:20 Stunden schlug Monfils einen Return ins Netz, und Federer zog mit seiner neunten Halbfinal-Teilnahme in Flushing Meadows mit Pete Sampras und Ivan Lendl gleich. Federer ist damit auch ältester US-Open-Halbfinalist seit Andre Agassi 2005 (verlor dann im Finale gegen eben diesen Federer).

Schwacher Start
Dabei war Federer sehr schwach gestartet, sein Auftritt erinnerte in den ersten beiden Sätzen an das vergangene Jahr, als er im Achtelfinale dem Spanier Tommy Robredo in drei Sätzen unterlag. 26 unerzwungene Fehler unterliefen dem einstigen Branchenprimus in den ersten beiden Durchgängen. Federer wirkte unkonzentriert und zeigte ungewohnte Schwächen beim Aufschlag.

Monfils musste nicht einmal gut spielen, um Federer zu Fehlern zu zwingen. Doch die abgewehrten Matchbälle gaben dem Schweizer plötzlich Sicherheit und Selbstvertrauen zurück. "Da hatte ich das Momentum auf meiner Seite. Danach habe ich mich besser gefühlt", sagte er. Gleich im darauffolgenden Spiel nahm er Monfils den Aufschlag ab und sicherte sich den Satz nach 61 Minuten mit 7:5. Im fünften Durchgang gelangen ihm Breaks zum 1:0 und 4:1, der Widerstand seines Gegners war gebrochen. Trotz 44 leichten Fehlern und nur fünf Assen machte Federer den glücklichen Sieg perfekt.

"Da hat sich meine ganze Karriere in einem Spiel gespiegelt", resümierte Federer. "Der erste Satz war nicht schlecht, im zweiten habe ich nichts mehr verstanden, im dritten habe ich mich nach Breakrückstand zurückgekämpft, im vierten angefangen, besser zu spielen und im fünften dann wie im Traum."

Abends fast unschlagbar
Federer baute seine imposante Bilanz in Partien der Night Session auf 26:1 Siege aus. Und er drehte zum neunten Mal in seiner Karriere einen 0:2-Satzrückstand. Aus dieser Tatsache zog er viel Positives. "Ich weiß, dass ich mental für einen solchen Kampf bereit bin, und ich fühle mich auch körperlich sehr gut." Es sei ein genialer Moment, ein großes Match in seiner langen Karriere. "Vielleicht mein schönster Sieg in den letzten zwei Jahren."

Nächster Gegner Cilic
Damit kommt es im Halbfinale am Samstag zum Duell zwischen dem fünffachen Gewinner Federer und dem 25-jährigen Kroaten Marin Cilic, der gegen den als Nummer sechs gesetzten Thiem-Bezwinger Tomas Berdych (CZE) in Flushing Meadows erstmals unter die letzten vier einzog. Im zweiten Halbfinale treffen der Weltranglisten-Erste Novak Djokovic aus Serbien und der Japaner Kei Nishikori in dessen erstem Grand-Slam-Semifinale aufeinander.

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