Kuhnle

Kanu-WM

Kuhnle holt wieder Slalom-Gold

Die niederösterreichische Wildwasser-Kanutin ist wieder Weltmeisterin.

Die österreichische Kanutin Corinna Kuhnle hat zum zweiten Mal in Folge WM-Gold im Wildwasser-Slalom erobert. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach ihrem Sieg in Tacen/Slowenien hat die Niederösterreicherin am Samstag auch im Kajak-Einer-WM-Bewerb in Cunovo/Slowakei triumphiert. Die 24-Jährige fuhr auf der Donau in einer eigenen Liga und verwies trotz zwei Strafsekunden die slowakische Lokalmatadorin und Topfavoritin Jana Dukatova mit einem Vorsprung von 3,28 Sekunden auf Rang zwei.

"Es war ein guter, aber kein perfekter Lauf. Man muss so gut wie möglich die Linie halten, um so ein Rennen zu gewinnen", meinte Kuhnle, deren Teamkollegin und Olympia-Konkurrentin Violetta Oblinger-Peters ebenfalls im Kampf um die Medaillen mitmischte. Aufgrund von zwei Strafsekunden musste sich Oblinger-Peters am Ende mit Rang sechs begnügen. Auf die zweitplatzierte Dukatova fehlten der WM- und Olympia-Dritten 0,78 und auf die Bronze-Gewinnerin Maialen Chourraut (ESP) 0,53 Sekunden.

Strecke vom Training gut bekannt

Die 20 Kilometer südlich der slowakischen Hauptstadt Bratislava gelegene Strecke kennt Kuhnle aufgrund zahlreicher Trainingseinheiten sehr gut, zudem hat ihr die dort 2010 errungene EM-Silbermedaille zusätzliches Selbstvertrauen gegeben. Cunovo ist für Kuhnle die nächstgelegene Trainingsstrecke, von ihrer Heimat Höflein an der Donau ist sie in 70 Minuten am WM-Ort. "Ich trainiere hier fast täglich", berichtete Kuhnle über ihre spezielle Beziehung zum WM-Kurs.

Kuhnles Leistung ist historisch, denn als bis Samstag einzige Athletin hatte in den 1960er-Jahren die Tschechin Ludmilla Polesna zweimal in Serie WM-Gold im Kajak-Einer gewonnen. "Das macht den Sieg schon sehr besonders", weiß Kuhnle, die bereits das fünfte WM-Gold für Österreich in dieser Disziplin gewonnen hat. Kuhnle hat sich damit auch in die Pole Position für den österreichischen Quotenplatz für Olympia 2012 in London gebracht. Eine Medaille bei Sommerspielen ist nach wie vor das größte Ziel Kuhnles.

Vorbereitung auf Olympia
"Ich freue mich riesig über WM-Gold, aber Olympia ist natürlich ganz groß in meinem Kopf. Für mich war es ein erster kleiner Schritt Richtung Olympia", freute sich Kuhnle. In der verbandsinternen Olympia-Qualifikation werden nach der WM noch im nächsten Jahr die EM sowie der erste Weltcup-Bewerb herangezogen. "Wer in zwei der drei Rennen vorne ist, fährt zu Olympia", so Kuhnle über das Prozedere, das ihr nun zwei Matchbälle für London bringt.

Am Sonntag tritt Kuhnle noch für Österreich im Teambewerb an, dann legt sie ab Donnerstag einen einwöchigen "Wildnisurlaub" mit Wandern, Bergsteigen und Campen in Schottland ein.

 

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