Leichtathleten freuen sich schon auf den Sommer

Die Wintersaison mit Hallen-WM, Crosslauf und Winterwurf ist Geschichte, der Österreichische Leichtathletik-Verband (ÖLV) blickt einem intensiven Marathonfrühling entgegen. Die Höhepunkte für alle Athleten finden aber im Sommer mit den Europameisterschaften in Barcelona, den Junioren-Weltmeisterschaften in Montcon (Kanada) und den Olympischen Jugendspielen in Singapur statt.

Mit den Nachwuchsprojekten "Olympic Hopes" und "Junior Team Rot Weiß Rot" will der ÖLV den spürbaren Aufwärtstrend weiter prolongieren. In Österreich bieten die Marathons in Linz (11. April), Wien (18. April) und Salzburg (16. Mai/Limitschluss) den Athleten die Möglichkeit, sich für Barcelona zu qualifizieren. Das Limit bei den Frauen beträgt 2:37 Stunden, bei den Männern 2:16, unterboten hat dies bereits Günther Weidlinger (2:10:47/ÖLV-Rekord). Der rot-weiß-rote Verband hofft, eine Mannschaft entsenden zu können, die im Europacup, der Nationenwertung im Rahmen des EM-Marathons, antreten könnte. "Wir haben als Limit eine Durchschnittszeit der Top-4 von 2:18 angesetzt", erläuterte Sportdirektor Hannes Gruber am Dienstag

Hinter Weidlinger gibt es mit Markus Hohenwarter (lief bereits 2:18:47), Christian Pflügl und Florian Prüller (laufen beide in Linz) sowie Andreas Ringhofer (Wien) und Roman Weger (verletzt) Anwärter auf Mannschaftsplätze. Kommt kein Team zustande, gilt als Einzellimit die Zeit von 2:16. Eva Maria Gradwohl hat für Linz genannt, ÖLV-Rekordhalterin Andrea Mayr (2:30:43) für Wien, wo auch Weidlinger antreten wird.

Neben Weidlinger haben Andreas Rapatz (800 m) und Clemens Zeller (400 m) ihre Tickets für die EM in Spanien von 27. Juli bis 1. August bereits gelöst. 14 Sportler befinden sich im EM-Kader, Gruber rechnet - abhängig von einem möglichen Marathon-Team - mit einer Teamgröße von 12 bis 14. Bei der bisher letzten Freiluft-EM 2006 in Göteborg waren elf Athleten für Österreich am Start gewesen. Darunter nach einem Machtwort von ÖLV-Präsident Johann Gloggnitzer auch der "limit-lose" Diskuswerfer Gerhard Mayer, der als Gesamt-15. das Finale der Top 12 nur um 57 Zentimeter verpasst hatte.

Mittlerweile zählt der Niederösterreicher zu den Aushängeschildern des ÖLV, nach Platz acht bei der WM 2009 in Berlin darf auch bei der EM mit ihm gerechnet werden. "Der Weg nach Barcelona ist noch relativ steinig, aber ich sehe ihn sehr positiv", erklärte Mayer, der beim Winterwurf-Europacup am Sonntag in Arles auf 59,18 Meter kam, aber nach biomechanische Änderungen im Wurf noch mit Umstellungsschwierigkeiten kämpft. Speerwerferin Elisabeth Pauer, die ihre Knieprobleme im Griff hat, blieb mit 56,53 m nur zweieinhalb Meter unter dem von ihr gehaltenen ÖLV-Rekord (59,01) und knapp unter dem EM-Limit (57,50).

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