Moseley will seine Bestzeit verbessern

ÖLV-Trio will bei Hallen-WM ins Halbfinale

Österreich ist bei den Hallen-Weltmeisterschaften am Wochenende in Doha mit Ryan Moseley (60 m), Clemens Zeller (400) und Andreas Rapatz (800) vertreten. Das Leichtathletik-Trio hat sich im Scheichtum Katar den Halbfinaleinzug als Ziel gesetzt. Dazu müssen die Athleten im 15.000 Zuschauer fassenden Aspire Dome in den Vorläufen am Freitag wohl zumindest ihre Saisonbestleistungen abrufen.

"Jeder der drei hat das Potenzial, eine Runde weiterzukommen. Es wird aber für niemanden leicht", beurteilte ÖLV-Sportdirektor Hannes Gruber die Ausgangsposition. Bessere Chancen auf einen Spitzenplatz hätte Mehrkämpfer Roland Schwarzl gehabt, der Kärntner war vom Weltverband (IAAF) allerdings als Nummer 6 der Weltjahresbestenliste nicht für das nur acht Teilnehmer umfassende Feld nominiert worden. "Das ist extrem schade. Hier muss man die Politik der IAAF hinterfragen", so Gruber.

Der 27-jährige Salzburger Moseley hat sich die Verbesserung seiner persönliche Bestzeit (6,63) aus dem Vorjahr zum Ziel gesetzt, womit auch der Semifinaleinzug gelingen sollte. "Mein Training ist sehr gut gelaufen, sogar besser als im Vorjahr. Wenn ich alle Teile eines Rennens komplett zusammen bringe, kann ich auch unter 6,60 Sekunden laufen", meinte Moseley. Für eine Medaille, die sich die US-Sprinter Ivory Williams und Michael Rodgers und der ehemalige Dopingsünder Dwain Chambers (GBR) ausmachen dürften, wird eine Zeit von unter 6,50 nötig sein.

Auch der Niederösterreicher Zeller will anders als vor zwei Jahren in Valencia eine Runde weiterkommen. In der Entry-List liegt der 25-jährige Hallen-EM-Vierte mit einer Saisonbestleistung von 46,63 Sekunden auf Rang elf. "Ich setze mir keine bestimmte Platzierung als Ziel, sondern eine Zeit zwischen 46,4 und 46,7 Sekunden. Ob das für den Aufstieg ins Semifinale reicht, hängt von den anderen Läufern ab. Natürlich würde ich das gerne schaffen, da ich bei Weltmeisterschaften bisher noch nie die Vorrunde überstanden habe", erklärte Zeller. Topfavorit auf den Titel ist der US-Amerikaner Bershawn Jackson (Saisonbestzeit: 45,41 Sek.).

Rapatz hat sich seit seinem Wechsel zum Zeller-Trainer Eduard Holzer vor allem im Schnelligkeitsbereich verbessert. Ob der 23-jährige Kärntner, der auch über 400 m das WM-Limit erbracht hatte, nach einer überstandenen Magen-Darm-Grippe und Problemen mit dem Mittelfußknochen bereits wieder seine Bestleistung abrufen wird können, bleibt abzuwarten. "Die Vorbereitung war nicht ideal. Ich werde mein Bestes geben und will den Aufstieg schaffen", meinte Rapatz. Titelverteidiger über 800 m ist der erst 20-jährige Sudanese Abubaker Kaki.

650 Athleten aus 150 Nationen machen die 14. Indoor-WM, die erstmals im Mittleren Osten zur Austragung kommt, zu einem echten Saisonhighlight. Zahlreiche Olympiasieger und Weltmeister schmücken das Feld. Zu den Topstars zählen unter anderem Hürdensprinter Liu Xiang aus China, die kroatische Hochsprungweltmeisterin Blanka Vlasic und Stabhochsprungweltrekordlerin Jelena Isinbajewa aus Russland.

Auch Zehnkampf-Olympiasieger Bryan Clay, sowie Bernard Lagat (beide USA) und Meseret Defar (ETH) über 3.000 m, gehen auf Medaillenjagd. Auf den Sprintstrecken hat sich bei Damen und Herren ein Gutteil der Weltelite angesagt. Etliche Stars der Leichtathletikszene lassen die Titelkämpfe unter dem Hallendach traditionellerweise jedoch links liegen.

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