ÖOC-Chef Stoss hat ein schweres Erbe angetreten

ÖOC-Geheimkonto laut Stoss bei drei Millionen Euro

Die Affäre um das Geheimkonto des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) unter der ehemaligen Führung bewegt sich im Millionenbereich. ÖOC-Präsident Karl Stoss hat am Samstag im Ö1-Morgenjournal von einem Betrag von drei Millionen Euro berichtet, von dem nur gut die Hälfte bisher belegt werden konnte.

Zeichnungsberechtigt waren der ehemalige Präsident Leo Wallner, der ehemalige Generalsekretär Heinz Jungwirth und dessen ehemalige Stellvertreterin Manuela Kovarik. Laut Stoss sollen bisher allerdings keine Unterschriften von Wallner aufgetaucht sein. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

Die Altlasten haben dem seit 22. Oktober des Vorjahres amtierenden Stoss ein schweres Erbe eingebracht. Nach dem Bekanntwerden eines jahrelangen Geheimkontos des ÖOC kommt mehr und mehr die Dimension des Skandals ans Tageslicht. Fehlende Kassabücher, keine ordnungsgemäße Buchführung und große Bargeldabhebungen sind durch eine externe Prüfung bekanntgeworden. Im Raum steht der Verdacht der missbräuchlichen Verwendung von Geldern des Geheimkontos, auf dem auch Sponsorbeiträge und Förderungen des Sportministeriums gelandet sein könnten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt, Sportminister Norbert Darabos hat eine Überprüfung durch das Ministerium angeordnet, ob auch Bundessportförderungsmittel direkt oder indirekt von den Bewegungen auf dem ÖOC-Geheimkonto betroffen sind. Der frühere Präsident Leo Wallner will vom geheimen Konto nichts gewusst haben, obwohl er zeichnungsberechtigt war.

Es handle sich "um einen Betrag von rund drei Millionen Euro. 1,6 Millionen konnten bisher belegt werden, 1,4 Millionen sind noch offen", erklärte Stoss gegenüber Ö1. Darabos kündigte ein hartes Durchgreifen an. "Da können noch sehr viele andere Personen betroffen sein, mehr als man heute glaubt."

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