Österreich entsendet 19 AthletInnen

Paralympics: IPC-Chef vor Spielen optimistisch

Sir Philip Craven, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), ist überzeugt, dass die X. Winterspiele der Behindertensportler vom 12. bis 21. März in Vancouver ein zukunftsweisendes Ereignis werden. "Vancouver und Whistler sind großartige Städte. Ich bin sicher: Diese Spiele werden ein dauerhaftes Erbe haben", sagte der 59-Jährige.

Die Paralympics werden mit den erwarteten 540 Athleten aus etwa 44 Ländern Rekordzahlen in der Historie der Behinderten-Winterspiele aufweisen. In den alpinen und nordischen Ski-Wettbewerben, im Biathlon, im Rollstuhl-Curling und im Sledge-Eishockey werden 64 Medaillensätze vergeben. Aus Österreich sind 19 Athleten ausschließlich in den Ski alpin und nordisch dabei.

Die olympische Flamme erlosch am 28. Februar, doch wenn das Feuer mit der Paralympics-Eröffnungsfeier nach Vancouver zurückkehrt, sieht Craven bei den Spielen der "glühenden Herzen", so der offizielle Slogan, keinerlei Probleme: "Alles ist vorzüglich im Plan." In der kurzen Pause zwischen dem Ende der Olympischen Winterspiele und dem Beginn der Paralympics haben sich die kanadischen Gastgeber nach Cravens Einschätzung bestens für das zweite sportliche Großereignis des Jahres gerüstet.

"Access for all" (für alle zugänglich) - Barrierefreiheit ist für die Stadt Whistler, wo rund 90 Prozent aller paralympischen Wettbewerbe stattfinden, ein Credo. "Wir sind alle sehr stolz darauf, Gastgeber der paralympischen Winterspiele zu sein", sagte Whistlers Bürgermeister Ken Melamed. Er und die Bürger des beliebtesten Ski-Mekkas von Nordamerika wollen den Paralympics-Teilnehmern und -Gästen eindrucksvoll präsentieren, wie eine Kommune ihre speziellen Behinderten-Sportprogramme und weitere Initiativen für ein barrierefreies Whistler umsetzt.

Gleichzeitig sagte Craven Dopingsündern den Kampf an: "Betrüger, sofern es denn welche geben sollte, werden überführt und bestraft." Craven: "Das spielt im Bereich Anti-Doping eine große Rolle." Das IPC, das eng mit der Welt- Anti-Doping-Agentur WADA kooperiert, wird laut Craven etwa 425 Tests auf Urin, Blut und Erythropoetin (EPO) durchführen. Bei den Winter- Paralympics 2006 in Turin gab es keinen nachgewiesenen Fall von Leistungsmittelmissbrauch.

Um die Zukunft der Paralympics macht sich Rollstuhlfahrer Craven, der von 1972 bis 1988 im Basketball fünfmal an Behindertenspielen teilnahm, keine Sorgen. "Seit den Anfängen 1948 haben sich unsere Spiele stark entwickelt. In Peking hatten wir mit 3.951 Sportlern aus 146 Ländern mehr Teilnehmer als jemals zuvor" - Tendenz: steigend. Auch die Fernsehpräsenz ist vielversprechend: Die Sommerspiele in China wurden in mehr als 80 Ländern via Fernsehen übertragen. "Wir sind auf einem guten Weg und werden uns weiterentwickeln", sagte Craven.

Der Brite, seit 2001 IPC-Chef und seit 2003 Mitglied des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), hat bei seinem Wirken eine grundlegende Vision: Er will, dass nicht die Behinderung, sondern der Sport im Fokus steht. "Damit will das IPC weltweites Interesse erzeugen. Und wir wollen und werden das Bewusstsein für den paralympischen Sport und die paralympische Bewegung weiter schärfen."

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