Sporthistorisches Ereignis von globalem Rang in Wien

Erster Marathon unter zwei Stunden?

Sporthistorisches Ereignis von globalem Rang in Wien

Wien. Wien ist in wenigen Tagen Austragungsort eines sporthistorischen Ereignisses von weltweiter Bedeutung. Eliud Kipchoge, der Marathon-Olympiasieger und Weltrekordhalter, will bei der INEOS 1:59 Challenge den Versuch unternehmen, als erster Mensch die Zwei-Stunden-Marke im Marathon zu unterbieten. Das Zeitfenster von zehn Tagen für die Challenge wurde aufgrund der Wetterprognosen auf drei Tage konkretisiert. Eliud Kipchoge startet sein Rennen an einem Tag zwischen 12. und 14.  Oktober. Zieltermin ist Samstag, 12. Oktober. Aus derzeitiger Sicht  liegen die Wetterbedingungen für das erste Wochenende des  Event-Zeitraums in einem akzeptablen Bereich. Das wurde heute, 7. Oktober, bei einer Pressekonferenz im Wiener Rathaus bekannt gegeben.

Vom mythischen Ursprung des Marathons vor 2500 Jahren, als ein griechischer Botenläufer am Ende seines Laufs tot zusammengebrochen sein soll, über die Neuentdeckung für die Olympischen Spiele bis zur gegenwärtigen Begeisterung von Millionen Hobbysportlern: Der Marathonlauf fasziniert weltweit auf einzigartige Weise. Mit dem bevorstehenden Lauf von Eliud Kipchoge kann Wien auf immer zu einem besonderen Ort des Weltsports werden – als Schauplatz für eine Leistung, die bis vor kurzer Zeit noch als außerhalb der menschlichen Möglichkeiten gesehen wurde: den ersten Marathon in 1:59 Stunden.

Gemeinsam mit den Teams der INEOS 1:59 Challenge, des London Marathon und von Global Sports Communication als Agentur von Eliud Kipchoge bereiten der Vienna City Marathon und die Stadt Wien die Bühne für diesen bahnbrechenden Lauf vor.

„Der Start von Eliud Kipchoge ist das bedeutendste Sportereignis, das je in Wien stattgefunden hat, weil es einzigartig und weltumspannend ist. Kipchoge selbst vergleicht es mit der Mondlandung. Es soll die menschlichen Möglichkeiten neu definieren. Die internationale mediale Strahlkraft ist in Österreich nur mit dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker zu vergleichen. Jeder Sportinteressierte will wissen, ob die Zwei-Stunden-Marke in Wien fällt“, sagt Wolfgang Konrad, Veranstalter des Vienna City Marathon. „Ich bin sehr stolz auf unser Team, das mit internationalen Partnern dieses Event vorbereitet. Wir haben darum gekämpft, die Veranstaltung nach Wien zu holen. Die Arbeit an der Marke „Vienna City Marathon“ in den letzten 36 Jahren hat uns dabei geholfen. Wie brauchen stärkere Internationalisierung, und diese Veranstaltung ist ein wichtiger Schritt dazu.“

Die INEOS 1:59 Challenge generiert globales Medieninteresse. Bisher haben 30 TV-Stationen, die mehr als 200 Länder abdecken, zugestimmt, den Lauf live zu übertragen, darunter in Österreich der ORF. Dazu wird ein weltweiter Livestream der aufwändigen TV-Produktion auf YouTube gezeigt. Über 300 akkreditierte Medienvertreter kommen nach Wien, um für Zeitungen, Online-Medien und Fernsehen von diesem Ereignis zu berichten.

Gerhard Wehr, Geschäftsführer und Organisationsleiter des Vienna City Marathon: „In 20 Jahren Event-Organisation mit Marathons und den Rad-Weltmeisterschaften habe ich noch nie ein Projekt von solcher Genauigkeit und Komplexität gesehen, das zudem wissenschaftlichen Anspruch hat. Die bisherigen Vorbereitungen zeigen, welch hervorragende Zusammenarbeit in dieser Stadt möglich ist, wenn alle Beteiligten an eine Idee glauben. Es ist eine historische Chance, dieses Vorhaben in Wien durchzuführen. Wir spüren riesiges Interesse über die Sportszene hinaus. Es ist ein Weltsportereignis. Wenn es gelingt, wird Wien auf immer mit dem ersten 1:59-Marathon verbunden sein und es erzeugt einen Boost für den ganzen Laufsport und den Vienna City Marathon.“

Peter Hacker, Stadtrat für Soziales, Gesundheit und Sport in Wien: „Wien hat nicht nur als lebenswerteste Stadt, sondern auch als Gastgeber großer Laufveranstaltungen international einen sehr guten Namen – dank des Vienna City Marathons und anderer Events wie dem Frauenlauf. Die 1:59 Challenge wird dieses Image noch weiter verstärken. Die Zusammenarbeit mit allen Partnern funktioniert hervorragend und es freut mich sehr, dass die Bilder von unserer wunderbaren Stadt von 30 Fernsehstationen in die ganze Welt hinausgetragen werden. Ich hoffe, dass auch das Wetter passt, damit wir am kommenden Wochenende eine Sternstunde des Sports erleben, die viele andere Städte auch gern bei sich hätten.“

Hacker betont auch die Wirkungen für Freizeitsportler und hofft auf viele Zuschauer: „Herausragende Leistungen wie jene von Eliud Kipchoge sind auch für den Breitensport enorm wichtig. Denn sie zeigen uns, welche Ziele wir mit harter Arbeit erreichen können und dass es möglich ist, nach den Sternen zu greifen. Ich hoffe, dass möglichst viele Wienerinnen und Wiener zur Strecke kommen, um sich das selber anzuschauen. Sehr gut gefällt mir auch das Schulprojekt The Daily Mile, das von den Organisatoren des Vienna City Marathons in diesem Zusammenhang ins Leben gerufen worden ist. Tägliche Bewegung hält fit und verbessert die Konzentration – das kann langfristig eine enorm positive Wirkung haben.“

The Daily Mile wurde im September offiziell gestartet und bringt Volkschulkinder für 15 Minuten ins Freie zum Laufen. Eliud Kipchoge ist globaler Botschafter für diese Initiative, die in über 60 Ländern erfolgreich läuft.

Marathonläufer Peter Herzog, der vor einer Woche beim Berlin Marathon in 2:10:57 Stunden das Olympialimit für Tokio erbracht hat, hebt die Inspiration hervor, die von Eliud Kipchoge und seinem Projekt ausgeht: „Die für einen 1:59-Marathon nötige sportliche Leistung ist für mich fast unvorstellbar. Es fasziniert und motiviert mich aber enorm. Der Fokus von Eliud und seine mentale Stärke sind ein Vorbild in jeder Hinsicht. Man darf sich keine Limits setzen, das ist am Wichtigsten. Alle in der Laufszene sind extrem gespannt darauf, was in Wien passieren wird. Als beim Berlin Marathon die anderen Topläufer gemerkt haben, dass ich aus Österreich bin, haben sie sofort gesagt: „Ah, Kipchoge, Vienna, 1:59!“

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