Sprung-
Flop kostet 50 Millionen

Rekord-Kosten

Sprung-
Flop kostet 50 Millionen

Geduld – das braucht Felix Baumgartner. Der Salzburger (43) hat bis zum Countdown am Sonntag von Betreuer Andy Walshe freibekommen: „Er soll entspannen, den Kopf freikriegen, gut essen, mit seiner Freundin, der Familie und Freunden angenehme Stunden verbringen“, so Walshe zu ÖSTERREICH.

Diashow Das ist der Ballon von Felix Baumgartner

Das ist der Ballon von Felix Baumgartner

Der Ballon ist extrem fragil

Der Ballon von Felix Baumgartner

Die bemannten Test verliefen bisher erfolgreich.

Explosionsgefahr beim Ballon

Felix Baumgartner hätte unterhalb von 300 Metern keinen Notausstieg.

Das Wetter ist entscheidend

Wichtig sind: kein Wind, kaum Wolken und gute Sicht.

Der Ballon ist hauchdünn

Das Material ist extrem dünn, dünner als ein Plastiksackerl.

Vorfahrt in der Luft

In der Luftfahrt haben Ballonpiloten Vorfahrt.

Keine Steuerung des Ballons möglich

Ein Ballon ist nicht lenkbar, vielmehr kann der Pilot die Höhe steuern.

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Das Team Stratos hat ihn vom Medienrummel abgeschirmt. Doch Baumgartner, selbst Marketing-Profi, will den Hype am Kochen halten: Auf Facebook ist er vor einem Straßenschild in Roswell mit der Aufschrift „Good Luck Red Bull Felix“ zu sehen.

Diashow Das ist Felix Baumgartners Ausrüstung

Felix Baumgartners Anzug

Damit wagt Baumgartner den Stratosphären-Sprung aus 36 Kilometern Höhe.

Im freien Fall

Felix Baumgartner soll als erster Mensch im freien Fall die Schallmauer durchbrechen.

Felix Baumgartners Anzug

Der Salzburger Extremsportler ist bereit für den Sprung.

Felix Baumgartners Ausrüstung

Allein der Aufstieg wird 2 bis 3 Stunden dauern.

Seitenansicht der Ausrüstung

Der Raumanzug des Extremsportlers.

Rückenansicht der Ausrüstung

Der 43-Jährige will den längsten freien Fall absolvieren.

Seitenansicht der Ausrüstung

Bis zu fünf Minuten will Felix Baumgartner im freien Fall bleiben.

Felix Baumgartners Ausrüstung

Felix Baumgartner ist bereit für den Rekordversuch.

Der Helm

Der hochtechnologisierte Helm des österreichischen Extremsportlers.

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Ins Gerede kommen inzwischen auch die Kosten:

  • Das Mission-Control-Gebäude, die Raumkapsel, der Schirm und der Raumanzug haben inzwischen 35 Mio. verschlungen.
  • Dazu kommt das Team: Eine Riege hochbezahlter Meteorologen, Hightech-Spezialisten und All-Profis arbeitete am Flugfeld für Red Bull – die Summe steigt auf 50 Mio. Euro.
  • Die Betankung des Ballons mit 850.000 Kubikmetern Helium kostete 50.000 Euro, der Ballon laut Projektmanager Art Thompson „mehrere hunderttausend Dollar“. Geschätzt wird eine Gesamtabschreibung von 500.000 Euro. Ein neuer Ballon liegt bereits im Wüstencamp, jetzt wurde gar ein dritter bestellt.
  • Freilich ist die Werbewirksamkeit groß: 200 TV-Stationen übertrugen live.

Enorm ist die Enttäuschung beim Team: „Aus dem Nichts entstand wegen der Hitze des Betons eine thermale Windhose“, so Thompson: „Der Ballon wurde erfasst, nach ein paar Sekunden höllischem Chaos war alles vorbei.“

Deshalb soll am Sonntag früher gestartet werden: „Am besten vor Sonnenaufgang“, so Wetterchef Don Day: „Da ist die Atmosphäre am ruhigsten.“

Trotz Niederlage ist Felix Baumgartner optimistisch, will am Sonntag abermals versuchen aus dem All zu springen und vier Weltrekorde auf einmal zu knacken. Wenige Stunden nach seiner Niederlage hat er ÖSTERREICH-Reporter Herbert Bauernebel in einem Café getroffen und folgendes Interview gegeben.

ÖSTERREICH: Wie groß war die Enttäuschung nach dem plötzlich Abbruch?
Felix Baumgartner:
Ich war zuerst schon sehr enttäuscht in dem Moment, es kam alles so plötzlich und überraschend. Du sitzt in der Kapsel, bist angespannt, konzentriert, dann heißt es plötzlich: „Abort...“ Ich dachte zuerst: Ist das ein Witz?

ÖSTERREICH: Kommen da nicht Zweifel auf, dass es am Ende nichts werden könnte, die Herausforderungen einfach zu groß sind?
Baumgartner:
Das schwierigste ist, den Ballon startklar zu bekommen, da darf es nur ganz schwache Winde geben. Aber ich lasse mich von diesem Rückschlag nicht aus der Ruhe bringen: Wir haben so lange daran gearbeitet. Ich will springen, wir machen weiter.

Autor: Herbert Bauernebel
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