Erster NFL-Star outet sich als bisexuell

Ryan Russell

Erster NFL-Star outet sich als bisexuell

Homo- und Bisexualität ist im Profisport weiterhin ein Tabu-Thema. Mit Ryan Russell hat sich nun erstmals ein NFL-Profi als bisexuell geoutet. Der 27-Jährige postete auf Instagram ein Foto mit seinem Freund Corey O'Brien.
 
„Meine Wahrheit ist, dass ich ein talentierter Football-Spieler, ein verdammt guter Autor, ein liebender Sohn, ein überheblicher Bruder, ein fürsorglicher Freund, ein treuer Liebhaber und ein bisexueller Mann bin“, so Russell in einem Essay, den ESPN auf seiner Website veröffentlichte.
 
Russell spielte zuletzt für die Buffalo Bills und ist derzeit als Free Agent auf der Suche nach einem neuen Verein. 
 

NFL startet in die neue Saison

 Vieles spricht dagegen, dass es die New England Patriots schaffen, ihren Titel erfolgreich zu verteidigen. Unter anderem, dass Superstar Tom Brady mit 42 ein Alter erreicht hat, in dem noch kein NFL-Quarterback vor ihm mehr funktionierte. Die 100. Saison der National Football League wird am Donnerstag (Freitag, 02.20 Uhr MESZ/live ProSieben) von den Chicago Bears und Green Bay Packers eröffnet.
 
Nachdem sich die Packers im Dezember 2018 von Langzeit-Coach Mike McCarthy getrennt hatten, wurde Matt LaFleur an seine Stelle gesetzt. Sofern Spielmacher Aaron Rodgers gesund bleibt, sollte es dem 39-jährigen Rookie-Trainer gelingen, die verpatzte Vorsaison vergessen zu machen und das Team zurück in die Play-offs zu führen. Dorthin wollen aber freilich auch die Bears, mit denen man schon seit 1921 um die Vorherrschaft im Mittleren Westen streitet.
 

Die Favoriten

Auch Super-Bowl-Verlierer Los Angeles Rams, die Kansas City Chiefs, New Orleans Saints, Cleveland Browns und Oakland Raiders zählen zum erweiterten Favoritenkreis vor dem Start jener Spielzeit, die als 100. NFL-Saison gefeiert wird. In der Regular Season wird pro Woche eine Begegnung, die besondere historische Relevanz hat, im Zeichen dieses Jubiläums stehen. Den Anfang macht eben das Duell Bears gegen Packers als die am längsten ausgespielte Lokalrivalität. Schlusspunkt der Saison ist die 54. Ausgabe der Super Bowl am 2. Februar 2020 in Miami.
 
Die größten Chancen, dort dabei zu sein, haben den Buchmachern zufolge auch heuer die New England Patriots. Zwar wird für Brady, obwohl der äußerlich unverändert frisch wirkt, die Luft immer dünner. Nur eine Handvoll Quarterbacks war mit 42 noch aktiv, fast alle als Ersatzleute oder mit bescheidenem Erfolg. "Es braucht viel Zeit und Energie, dass mein Körper fähig ist zu spielen", sagte der Kalifornier vor dem Saisonstart. Aber "ich liebe diese Arbeit und glaube, das ist der Grund, warum ich seit so langer Zeit erfolgreich spielen kann".
 
Schon 2018 zeigten seine Statistiken leicht nach unten, und mit Tight-End-Monster Rob Gronkowski hat nun seine bevorzugte Anspielstation die Karriere beendet. Überhaupt gibt es wenig erprobte Receiver im Kader, dazu hat mit Brian Flores eine der Schlüsselfiguren im Stab von Coach Bill Belichick New England verlassen, um die Miami Dolphins zu übernehmen.
 
Doch wie oft in den vergangenen Jahren sind die Patriots schon totgesagt worden? Fakt ist, dass Abgänge von Spielern oder Trainern sich nie gravierend ausgewirkt haben, solange Brady und Belichick da sind. Sechs Meisterschaften seit 2001 sprechen Bände, vier Super-Bowl-Trips in den vergangenen fünf Jahren ebenfalls. Daher ist das im Großraum Boston beheimatete Team auch heuer wieder ein relativ sicher scheinender Tipp. Brady beginnt seine 20. NFL-Saison am Sonntag mit dem Heimspiel gegen die Pittsburgh Steelers. Seinen Vertrag hat er unlängst bis 2021 verlängert.
 
Einen großen Sprung erwarten vor allem die Fans der Cleveland Browns von ihrer Mannschaft. Das Team aus Ohio hat seit 1989 keinen Division-Titel mehr geholt. Doch dank Quarterback Baker Mayfield, Star-Receiver Odell Beckham Jr., der von den New York Giants kam, und einer Verteidigung voll mit hochrangigen Draft Picks könnte sich das in dieser Saison tatsächlich ausgehen. Nicht zuletzt aus dem Grund, weil in der AFC North Rivale Pittsburgh mit Antonio Brown seine wichtigste Waffe verloren hat. Den Wide Receiver zog es zu den Oakland Raiders, wo er bisher nur durch seine Streikdrohung anlässlich der neuen Helm-Richtlinien auffiel.
 
Die größte Veränderung im Regelbuch ist ein Paragraf, der es künftig erlaubt, Streitfälle wegen einer möglichen Pass Interference, also einer illegalen Behinderung des Passempfängers, per Video-Review zu untersuchen. Weil das im vergangenen Winter nicht möglich war, blieb im NFC-Finalspiel eine klare Pass Interference von L.A.-Rams-Verteidiger Nickell Robey-Coleman ungestraft. So zerrann für die New Orleans Saints keine zwei Minuten vor Schluss die praktisch schon gesicherte Teilnahme an der Super Bowl LIII zwischen den Fingern. Wegen der extrem negativen Publicity infolge des "No-Call"-Skandals musste die NFL reagieren.
 
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