Wimbledon-Finale: Boris Becker kritisiert Fans

Respektlos gegen Djokovic!

Wimbledon-Finale: Boris Becker kritisiert Fans

Boris Becker teilt gegen die "fairsten Fans der Welt" aus. Die Tennis-Anhänger in Wimbledon hätten sich, laut dem ehemaligen deutschem Sport-Superstar, respektlos gegenüber seinem Schützling Djokovic verhalten. Becker sagte als BBC-Co-Kommentator in der Sendung: "Einen viermaligen Champion musst du ein kleines bisschen mehr respektieren. Die Leute müssen sich jetzt mal der Größe von Novak Djokovic bewusst werden", so Becker. 

Fans gönnten Federer den Sieg. Roger Federer war im Finale der Fan-Liebling in Wimbledon. Mehrmals wurden sogar Fehler von Djokovic bejubelt. Das ist ein absolutes No-Go im Tennis. Als der Serbe kurz vor Schluss mit dem Schiedsrichter eine Entscheidung diskutiert, gibt es sogar Pfiffe!

 
Djokovic gilt unter den Tennis-Fans aus seiner Anfangszeit noch als zu verbissen und erfolgsgierig. Seine auffällige Mimik legen ihm manche als Arroganz aus. Seinen Spielstil finden die meisten weniger spektakulär als den von Nadal und weniger graziös als den von Federer. Doch so deutlich wie Sonntag war das an der Unterstützung selten abzulesen.
 

Internationale Pressestimmen zum Wimbledon-Finale 

Internationale Pressestimmen zum Finale des Tennis-Turniers von Wimbledon, das der Serbe Novak Djokovic am Sonntag gegen Roger Federer aus der Schweiz in einem Fünfsatzkrimi gewann.
 

Serbien

"Blic": "Er (Djokovic) spielte sicher nicht sein bestes Tennis, aber hatte seine besten Momente dank seiner Hauptwaffe, der mentalen Stärke."
 
"Politika": "Mit dem Herz eines Helden hat Djokovic dieses Finale gewonnen, eines der dramatischsten in der Geschichte."
 
"Danas": "Historisch."
 

Schweiz

"Tages-Anzeiger": "Federer dürfte noch eine Weile an seine verpassten Matchbälle denken. Oder seine von Nervosität geprägten Tiebreaks. Doch wenn er diesen Final verdaut hat - und darin ist er in der Regel ziemlich schnell -, wird er sehr viel Positives ziehen können aus Wimbledon 2019. ... Das Alter scheint für Federers Karriere also kein limitierender Faktor zu sein."

"NZZ": "Federers Karriere ist nicht zu Ende. Und so wie er in den vergangenen 14 Tagen in London aufgetreten ist, so wie er eigentlich bereits die ganze Saison spielt, ist nicht auszuschließen, dass er noch weitere große Finals bestreiten wird."
 
"Blick": "Beinahe hätte uns Roger Federer in seinem Reich ein weiteres Mal begeistert und da und dort für Freudentränen gesorgt - mit bald 38 Jahren. Er kann dennoch mit Stolz auf ein erfolgreiches Turnier zurückblicken."
 

Großbritannien

"The Times": "Djokovics epischer Triumph"
 
"The Guardian": "Djokovic zerschmettert das Federer-Märchen in einem epischen Finale"
 
"The Sun": "Der 37-jährige Federer wird sich ärgern, weil er im ersten und dritten Satz der bessere Mann war, bevor er sie im Tie-Break verlor - und er hatte den 32-jährigen Djokovic zeitweise fest im Griff."
 
"Daily Telegraph": "Die Legende von Novak Djokovic, einem Mann, der wahrscheinlich einem Weißen Hai ins Auge sehen könnte, ohne zu blinzeln, wird durch seine außergewöhnliche Leistung, das längste Wimbledon-Finale in der Geschichte zu gewinnen, nur noch gestärkt."
 
"The Independent": "Es wird nicht nur als eines der größten Wimbledon-Endspiele aller Zeiten in die Geschichte eingehen, sondern auch als eines der größten Tennisspiele in der Geschichte des Sports."
 

Spanien

"Marca": "Wimbledon hat einem monumentalen Finale beigewohnt, wahrscheinlich dem besten, das der All England Club je erlebt hat. Es war ein Finale wie aus dem Drehbuch (...). Aber obwohl das Publikum (...) eindeutig für Roger Federer war, gab es hier keinen Guten und keinen Schlechten. Es gab nur zwei Gute."
 
"AS": "Wir reiben uns immer noch die Augen über das, was wir gerade erlebt haben: ein legendäres Finale, das neue Spiel des Jahrhunderts."
 
"Mundo Deportivo": "Ohne Passion und Emotionen gibt es auch keine Magie."
 

Italien

"La Stampa": "Es passiert auch den Größten, dass ihnen ein legendärer Sieg entrinnt. Aber man muss großartig sein, sehr großartig, wie Novak Djokovic, um es zu schaffen, ihnen diesen Sieg aus der Hand zu reißen."
 
"Gazzetta dello Sport": "Großartiges Tennis. Federer gibt sich nach fünf Stunden Rekord-Herausforderung geschlagen. Ein abgefahrenes Wimbledon. Ein Match des Jahrhunderts. Djokovic triumphiert."
 
"La Repubblica": "Das perfekte Match. Für die, die es mit eigenen Augen gesehen haben, bleiben fast fünf Stunden unvergessliche Schönheit hängen."
 

Frankreich

"Le Parisien" - "Titanisch - Beim Ende eines unglaublichen Finales, das fast fünf Stunden dauerte, wehrte Novak Djokovic zwei Matchbälle ab und verhinderte einen neunten Titelgewinn von Roger Federer in Wimbledon."
 
"L'Equipe": "Super-Helden - Novak Djokovic und Roger Federer haben gestern in Wimbledon ein historisches Finale bestritten. Nach einer fünfstündigen Konfrontation und der Abwehr von zwei Matchbällen gewann der Serbe."
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