Knieschmerzen: So geht es Dominic Thiem

Tennis-Ass gibt Entwarnung

Knieschmerzen: So geht es Dominic Thiem

Mit Leistung bei Sand-Start zufrieden - Gegen Achtelfinalgegner Munar bisher enge Spiele.

Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem hat nach seinem Auftaktsieg beim ATP-Masters-1000-Turnier in Rio de Janeiro Entwarnung gegeben. Beim 6:2,4:6,6:1-Sieg gegen den Brasilianer Felipe Meligeni Rodrigues Alves hatte er Anfang von Satz zwei im linken Knie Schmerzen bekommen, erhielt vom Physiotherapeuten nach einer Behandlung einen Tapeverband. Später im Match war Thiem nicht mehr beeinträchtigt.

Die Ursache des Schmerzes war in einem Zwischenfall vor der Partie gelegen, er hatte sich beim Ankommen auf die Anlage das Knie bei einer Tür angeschlagen. "Dann habe ich beim Einschlagen keine Probleme gehabt, im ersten Satz keine Probleme gehabt", erklärte der 26-Jährige nach dem Spiel. "Und dann beim Landen beim Aufschlag ist plötzlich ein extrem scharfer Schmerz eingefahren. Ich habe zum Glück noch nie etwas im Knie gehabt. Deshalb war ich ein bisschen besorgt."

Physiotherapeut beruhigte

Der Physiotherapeut hatte ihn dann nach Durchführen einiger Tests beruhigt und gemeint, dass es nichts Schlimmes sei. "Es ist auch während dem Match wieder besser geworden und im dritten Satz ganz weg gewesen. Von dem her passt es, es ist auch sehr beruhigend." Daher wollte er an dem für ihn spielfreien (heutigen) Mittwoch gut trainieren, da es nach der Umstellung von Hartplatz auf Sand noch Sachen gibt, die nicht so gut funktioniert hätten.

Grundsätzlich war Thiem mit seiner Leistung aber zufrieden. "Der erste Satz war eine gute Partie, würde ich sagen für das erste Match auf Sand." Dann sei die Schrecksekunde mit der Verletzung gekommen, in Folge habe aber auch der Gegner gut gespielt. "Er hat den einzigen Breakball im Match genutzt und dann mit sensationellem Tennis die Breakbälle, die ich gehabt habe, abgewehrt. Der dritte Satz war wieder echt solide und ganz gut. Für das erste Match auf Sand hat das schon gepasst."

Stimmung sei "richtig geil" gewesen

Gegen den 21-jährigen Wildcard-Lokalmatador sei die Stimmung im Stadion "richtig geil" gewesen. "Ich glaube, dass ich noch nie bei einem so vollen Platz da gespielt habe. Es war eine faire, gute Stimmung. Es hat sehr, sehr viel Spaß gemacht." Nicht ganz so stark im Lager des Gegners wird das Publikum wohl im Achtelfinale sein, wenn es gegen Jaime Munar geht. Der Spanier setzte sich in seinem Auftaktmatch gegen den Italiener Salvatore Caruso 7:5,6:4 durch.

"Munar ist ein Sandplatzspezialist, der vor allem letztes Jahr viele enge, gute Partien gegen absolute Topleute verloren hat", wusste Thiem über den kommenden Gegner wie immer sofort perfekt Bescheid. Der 22-Jährige stünde im Ranking als 99. ein bisschen schlechter als er es verdient habe. Die bisherigen beiden Duelle Thiem - Munar hat es in den vergangenen beiden Jahren jeweils in Barcelona auf Sand gegeben, Thiem gab da keinen Satz ab.

"Enge, gute Partie"

"Es war eine enge, gute Partie", erinnerte sich der Weltranglistenvierte an das jüngste Duell. "Er ist ein wirklich solider Spieler. In Barcelona das Match war echt gut." Das wollte er sich noch einmal anschauen, da er gut gespielt habe und die Dinge, die es gegen ihn (Munar, Anm.) zu machen gilt, er ziemlich richtig gemacht habe. "Ich bin guter Dinge für Donnerstag", schloss Thiem.

Für ein bemerkenswertes ATP-Tour-Debüt hatte am Montag (Ortszeit) der Spanier Carlos Alcaraz gesorgt. Der 16-jährige, von Juan Carlos Ferrero betreute Wildcardspieler besiegte nach 3:36 Stunden seinen 32-jährigen Landsmann Albert Ramos-Vinolas 7:6(2),4:6,7:6(2). Weiter ging es für den "Mini-Nadal" am Mittwoch gegen Federico Coria (ARG). Thiem ist nach Absagen von Matteo Berrettini (ITA/ATP-8.) und Diego Schwartzman (ARG/ATP-13.) der einzige Top-20-Spieler im Feld.

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