NBA Superstar Curry fällt länger aus

"Das macht die Dinge für uns noch schwerer"

NBA Superstar Curry fällt länger aus

San Francisco/Washington. Nach dem Abschied von Kevin Durant und der schweren Verletzung von Klay Thompson haben die Golden State Warriors in der neuen Saison der National Basketball Association (NBA) einen weiteren schweren Rückschlag erlitten: Superstar Stephen Curry zog sich bei der 110:121-Heimniederlage am Mittwochabend gegen die Phoenix Suns einen Handbruch zu und fällt damit für längere Zeit aus.

Handbruch bei Curry

Der 31-jährige Kapitän, der mit den "Dubs" fünf Mal en suite (2015 bis 2019) die NBA-Finalserie erreicht und dabei drei Mal (2015, 2017 und 2018) den Titel geholt hatte, geriet bei einem Korbleger-Versuch in der 28. Minute zwischen die Suns-Profis Kelly Oubre Jr. und Aron Baynes, der ein Blocking Foul beging. Dadurch stürzte Curry hart auf den Parkettboden des Chase Centers in San Francisco. Doch damit nicht genug: Der 2,08 Meter große und 118 Kilogramm schwere Center Baynes landete im Rückwärtsfallen genau auf der linken Hand des Warriors-Spielmachers. Zunächst versuchte "Chef Curry" noch weiterzuspielen, dann verließ er den Court. Nach MR- und CT-Untersuchungen am (heutigen) Donnerstag soll laut einer Mitteilung der Warriors entschieden werden, ob der zweifache "MVP" (wertvollster Spieler 2015 und 2016) der NBA operiert werden muss. Davon hängt auch die Ausfallzeit ab. "Das ist ein Schock und macht die Dinge für uns noch schwerer", betonte Currys langjähriger Teamkollege Draymond Green. "Wir müssen nun aber weitermachen und andere Lösungen finden." Von einem "Albtraum-Abend" schrieb die NBA indes auf ihrer Homepage. "Du weißt, dass es ein schlimmer Abend ist, wenn ein 30:1-Lauf des Gegners nicht das Schlimmste ist, was im Spiel passiert", hieß es in einem Statement der Warriors. "Es war auf vielen Ebenen ein schwieriger Saisonstart für uns", lautete indes der Kommentar von Coach Steve Kerr. "Und dies bringt uns nun offensichtlich in eine schwierige Situation."

Curry hatte die ersten sieben Punkte für Golden State erzielt, ehe er später mit hängendem Kopf und dem Trikot zwischen den Zähnen vom Parkett musste. Sein "Splash Brother" Klay Thompson hatte Mitte Juni im sechsten Finalspiel gegen die Toronto Raptors nach einem Foul von Gegenspieler Danny Green einen Kreuzbandriss erlitten. Der Shooting Guard fällt damit mindestens bis Ende Februar aus. Ohne die beiden "Scharfschützen" Curry und Thompson wird das anpeilte Play-off-Ziel wohl eine "Mission Impossible" für die Warriors.

Harden mit 59 Punkten

Mann des Tages war James Harden, der beim 159:158-Auswärtssieg seiner Houston Rockets über die Washington Wizards 59 Punkte erzielte, darunter auch den letztlich entscheidenden Freiwurf 2,4 Sekunden vor Spielende. Sein Teamkollege Russell Westbrook verbuchte bei diesem Offensivspektakel mit 17 Punkten, 12 Assists und 10 Rebounds sein nächstes Triple-Double.

Mittwoch-Ergebnisse der NBA:
Washington Wizards - Houston Rockets 158:159, Philadelphia 76ers - Minnesota Timberwolves 117:95, Cleveland Cavaliers - Chicago Bulls 117:111, Orlando Magic - New York Knicks 95:83, Toronto Raptors - Detroit Pistons 125:113, Oklahoma City Thunder - Portland Trail Blazers 99:102, Utah Jazz - Los Angeles Clippers 110:96, Sacramento Kings - Charlotte Hornets 111:118, Golden State Warriors - Phoenix Suns 110:121, Brooklyn Nets - Indiana Pacers 108:118, Boston Celtics - Milwaukee Bucks 116:105
 

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