Ammann springt zum Weltcup-Gesamtsieg
Ammann springt zum Weltcup-Gesamtsieg

Skispringen

Ammann springt zum Weltcup-Gesamtsieg

Der Schweizer siegte in Lillehammer und ist nicht mehr einzuholen.

Simon Ammann hat sich am Freitag als erster Schweizer den Gesamtsieg im Skispringer-Weltcup gesichert. Der 28-Jährige feierte in Lillehammer seinen achten Saisonsieg, den vierten im Weltcup in Serie, und ist am Sonntag im letzten Bewerb am Holmenkollen bei Oslo bei 203 Punkten Vorsprung auf Verfolger Gregor Schlierenzauer nicht mehr einzuholen.

Der Pokalverteidiger aus Tirol fühlte sich nach einer wochenlangen Schwächephase erstmals wieder fit und wurde nach Sprüngen auf 132 und 132,5 m nur 3,1 Punkte hinter Ammann (135/133,5) auch Tages-Zweiter. Er fing im Finale den Halbzeit-Spitzenreiter Adam Malysz ab. Der Pole verpasste damit seinen 39. Weltcupsieg, den ersten seit fast drei Jahren.

"Fantastischer Tag"
Ammann kam nach dem Doppel-Olympiasieg in Vancouver auch im Weltcup nochmals so richtig auf Touren, feierte Seriensiege und setzte sich deutlich von dem nicht fitten Schlierenzauer ab. "Victory" schrie es Ammann hinaus, nachdem er mit dem 16. Erfolg im Weltcup seinen ersten Gesamtsieg fixiert hatte. "Das ist ein fantastischer Tag. Ich hatte Extra-Motivation, das ist jetzt wirklich ein großartiges Gefühl", erklärte der vierfache Olympiasieger, dem angesichts der tollen Saison die Superlative ausgehen.

Lillehammer hat für Ammann besondere Bedeutung - da hat er am 2. Dezember 2006 nach fast fünfjähriger Unterbrechung seinen zweiten Weltcupsieg geschafft - und auch für Schlierenzauer. Der Stubaitaler hatte in der Olympiastadt von 1994 am 3. Dezember 2006 in seinem erst zweiten Weltcupbewerb den Premierenerfolg gefeiert.

Schlierenzauer hofft auf Skiflug-WM
Obwohl er den Weltcup nicht erfolgreich zu verteidigen vermochte, wirkte Schlierenzauer in Lillehammer gelöst. Er spürt, dass der Weg zur Skiflug-WM, die er als Champion in Angriff nimmt, stimmt. "In Lahti und Kuopio war ich ziemlich angeschlagen, in Lillehammer hat es nun wieder gut zusammengepasst", meinte der 20-Jährige zufrieden. Es seien noch Kleinigkeiten in der Hocke zu verbessern. "Aber es ist ein gutes Gefühl, mit so knappem Rückstand Zweiter zu werden, wenn man noch große Reserven hat."

Den Bewerb auf der neuen Schanze in Oslo will Schlierenzauer als "Wettkampf-Training" nehmen und am Wochenende darauf auf dem weltgrößten Bakken in Planica seine Fliegerqualitäten ausspielen. Ammann sei jedenfalls ein würdiger Nachfolger, meinte Schlierenzauer. Es sei keine Schande, einem vierfachen Olympiasieger den Vortritt lassen zu müssen. "Simon war sehr konstant, hat eine starke Serie gezeigt und ist am Ende in der Form seines Lebens gesprungen."

Zauner mit bester Weltcup-Platzierung
Das Team von Cheftrainer Alexander Pointner präsentierte sich einmal mehr mannschaftlich stark, auf den Plätzen vier bis sechs rangierten David Zauner, Thomas Morgenstern und Andreas Kofler. Aus dem Olympiasieger-Quartett fiel lediglich Wolfgang Loitzl (15.) etwas ab.

Der Steirer Zauner durfte sich über seine beste Weltcup-Platzierung freuen. "Die Sprünge gelingen mir sehr gut, ich taste mich heran, vielleicht klappt es in Oslo mit dem Podest", sagte der frühere Nordische Kombinierer, der erst vor dem Olympia-Winter zu den Spezialspringern gewechselt war und nach einer Verletzung in zehn Weltcupbewerben nie schlechter als Zwölfter war.

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