Martin Koch erzielte mit 220,5 m Tagesbestweite. (c)APA

Skifliegen

Quali in Vikersund abgebrochen

Die Jury entschied, den Bewerb wegen ständig wechselnder Windverhältnisse zu beenden. Koch schrammte im Training knapp am Schanzenrekord vorbei.

Die Qualifikation für den Skiflug-Weltcup am Samstag in Vikersund/Norwegen ist am Freitagabend abgebrochen worden. Nach elf Springern entschied die Jury, den Bewerb wegen ständig wechselnder Windverhältnisse und daher unfairer Bedingungen zu beenden. Am Start waren ohnehin nur 42 Springer, von denen lediglich zwei nicht am ersten Fliegen hätten teilnehmen dürfen.

Koch stand Schanzenrekord nicht
Im zweiten Training am Nachmittag haben die rot-weiß-roten Adler einen starken Eindruck hinterlassen. Der Kärntner Martin Koch flog in seinem zweiten Versuch auf eine Weite von 220,5 Metern, die einen neuen Schanzenrekord bedeutet hätte, stand den Sprung aber nicht.

Neben Koch war ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner auch mit den Vikersund-Debütanten Thomas Morgenstern und Andreas Kofler zufrieden. Der Kärntner Doppel-Olympiasieger und Tournee-Vierte Morgenstern kam im ersten Trainingssprung auf 173,5 m, Kofler flog im zweiten Versuch auf 194,5 m. Der 17-jährige Arthur Pauli, der überhaupt zum ersten Mal über eine Skiflug-Schanze ging, überzeugte mit Weiten von 186,5 und 189 m.

Bei Routinier Andreas Widhölzl, der am Donnerstag als einziger Österreicher schon im ersten Training im Einsatz gewesen war und im ersten Durchgang mit 200,5 m die Bestweite erzielt hatte, lief es am Freitag mit 165,5 und 184,5 m zwar nicht ganz so gut. Für den ersten Wettkampf auf der Schanze, die ihm vor sieben Jahren WM-Silber beschert hatte, ist vom Tiroler aber trotzdem einiges zu erwarten.

"Sehr guten Eindruck hinterlassen"
Neben Koch, Morgenstern, Kofler, Pauli und Widhölzl gehen am Samstag (16:00 Uhr) für den ÖSV noch Manuel Fettner (Bestweite am Freitag 173,5 m) und Balthasar Schneider (190 m) an den Start. Pointner, der für Samstag auf faire Verhältnisse hoffte und sich "auf ein gutes Skifliegen" freute, war mit dem Auftritt seiner mehrheitlich erst am Donnerstag angereisten Schützlinge zufrieden: "Wir haben einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Ein Stockerlplatz ist sicher möglich, es hängt aber natürlich auch von den Verhältnissen ab."

Dem Tournee-Zweiten Gregor Schlierenzauer hatte Pointner für dieses Wochenende bekanntlich eine Pause verordnet. Der norwegische Tournee-Gesamtsieger Anders Jacobsen flog in Abwesenheit seines bisher härtesten Weltcup-Konkurrenten im Training auf 186,5 und 210,5 m. Der Finne Janne Ahonen, am Donnerstag Weitester mit 212,5 m, brachte es im zweiten Training auf 205,5 m.

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