Reichelt verpasst Sieg um 2 Hundertstel
Reichelt verpasst Sieg um 2 Hundertstel

Super-G in Kvitfjell

Reichelt verpasst Sieg um 2 Hundertstel

Der Kanadier Erik Guay hat den Ski-Weltcup-Super-G in Kvitfjell hauchdünn gewonnen. Zweitbester Österreicher wurde Mario Scheiber auf Rang 5.

Hannes Reichelt ist am Sonntag erstmals in dieser Saison aufs Podest gefahren. Der Salzburger musste sich im Weltcup-Super-G in Kvitfjell nur dem Kanadier Erik Guay geschlagen geben. Reichelt legte mit Startnummer 1 eine starke Zeit hin, die nur noch Guay um lediglich 0,02 Sekunden verbessern konnte.

Walchhofer behält Super G-Führung
Aksel Lund Svindal (NOR) und Tobias Grünenfelder (SUI) wurden ex aequo Dritte, Mario Scheiber und Michael Walchhofer machten mit den Plätzen fünf und sechs das mannschaftlich starke ÖSV-Ergebnis perfekt. Walchhofer geht als Super-G-Weltcup-Führender ins Finale in Garmisch-Partenkirchen, vor dem letzten Rennen am Donnerstag führt der Salzburger 46 Punkte vor Svindal und 69 Zähler vor Guay.

"Das Rennen war nicht optimal, aber auf jeden Fall positiver als die Abfahrt (15.). Svindal ist derzeit so stark, dass ich in Garmisch sicher nicht taktieren brauche, der kann jedes Rennen gewinnen", weiß Walchhofer.

Raichs Vorsprung schmilzt
Gesamt-Weltcup-Leader Benjamin Raich kam nicht über Rang 19 hinaus, sein Vorsprung auf den Schweizer Carlo Janka (am Sonntag Siebenter) schmolz auf 46 Punkte. "Ich habe heute überhaupt nicht an den Weltcup gedacht und wollte richtig angreifen. Aber in den wichtigen Kurven ist viel liegen geblieben", erklärte der Tiroler, der auch in Garmisch nicht taktieren, sondern "voll angreifen" möchte.

Genau das hat auch sein größter Rivale Janka vor. "Ich muss Risiko nehmen, wenn ich dem Benni noch gefährlich werden möchte", meinte der Schweizer, der die Speed-Bewerbe in Garmisch (Mittwoch Abfahrt, Donnerstag Super-G) als Schlüsselbewerbe zum Gesamt-Weltcup sieht.

Reichelt: "Bin wieder schnell"
Reichelt hatte schon in den Trainings im Rahmen von Olympia in Whistler eine stark aufsteigende Form verspürt, zu einem Einsatz bei den Winterspielen hatte es jedoch aufgrund der davor völlig verkorksten Saison nicht gereicht. "Heute durfte ich endlich beweisen, dass ich im Super-G wieder schnell bin", meinte Reichelt, der trotz eines neuerlichen Schlags auf den lädierten Ellbogen die Zähne zusammenbiss.

Für Reichelt wäre ohne weiteres auch der erste Sieg seit dem Bormio-Super-G 2008 drinnen gewesen. "Im oberen Teil habe ich viel Zeit verloren, danach war es ein guter Lauf", berichtete der 29-Jährige, der die besser werdende Formkurve auch in Garmisch unter Beweis stellen will.

Scheiber: "Das Hundertstel verfolgt mich"
Scheiber verpasste das erste Super-G-Podestergebnis des Winters um 0,01 Sekunden. "Dieses Hundertstel verfolgt mich leider, aber ich hab' ja noch Garmisch. Das war heute sicher eine meiner besten Fahrten in dieser Saison", meinte der Osttiroler, der angesichts seiner Comeback-Saison nach schwerer Verletzung durchaus zufrieden sein darf.

Guay feierte seinen zweiten Weltcup-Sieg nach Garmisch-Partenkirchen 2007 (Abfahrt). "Ich habe für diesen Sieg sehr hart gearbeitet, das fühlt sich super an", frohlockte Guay, der bei Heim-Olympia in Whistler zweimal Fünfter geworden und damit knapp an einer Medaille vorbeigefahren war. "Das war sehr enttäuschend für mich, aber der Druck und die Erwartungen waren sehr groß. Das ist jetzt alles abgefallen."

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Ergebnisse:
1. Erik Guay CAN 1:31,95 Min.
2. Hannes Reichelt AUT 1:31,97 +0,02 Sek.
3. Aksel Lund Svindal NOR 1:32,26 +0,31
. Tobias Grünenfelder SUI 1:32,26 +0,31
5. Mario Scheiber AUT 1:32,27 +0,32
6. Michael Walchhofer AUT 1:32,43 +0,48

7. Carlo Janka SUI 1:32,46 +0,51
8. Patrik Järbyn SWE 1:32,57 +0,62
9. Ales Gorza SLO 1:32,72 +0,77
. Christof Innerhofer ITA 1:32,72 +0,77
11. Manuel Osborne-ParadisCAN 1:32,78 +0,83
12. Patrick Staudacher ITA 1:32,85 +0,90
13. Andrej Jerman SLO 1:32,90 +0,95
14. Dominik Paris ITA 1:32,98 +1,03
15. Romed Baumann AUT 1:33,00 +1,05
16. Klaus Kröll AUT 1:33,02 +1,07
17. Jan Hudec CAN 1:33,05 +1,10
18. Patrick Küng SUI 1:33,09 +1,14
19. Benjamin Raich AUT 1:33,12 +1,17
20. Adrien Theaux FRA 1:33,18 +1,23
21. Georg Streitberger AUT 1:33,19 +1,24
22. Stephan Keppler GER 1:33,27 +1,32
23. Yannick Bertrand FRA 1:33,49 +1,54
24. Marco Büchel LIE 1:33,55 +1,60
25. Werner Heel ITA 1:33,59 +1,64
26. Andrej Sporn SLO 1:33,66 +1,71
27. Kjetil Jansrud NOR 1:33,71 +1,76
28. Beat Feuz SUI 1:33,72 +1,77
. Travis Ganong USA 1:33,72 +1,77
30. Ivica Kostelic CRO 1:33,89 +1,94

Weiter:
40. Michael Zach AUT 1:34,84 +2,89
46. Hans Grugger AUT 1:37,03 +5,08

Ausgeschieden: u.a. Ambrosi Hoffmann (SUI), Didier Defago (SUI)

Nicht am Start: Marco Sullivan (USA)

Disqualifiziert: Didier Cuche (SUI)

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Gesamtwertung nach 30 von 34 Bewerben:
1. Benjamin Raich (AUT) 1.019 Punkte
2. Carlo Janka (SUI) 973
3. Didier Cuche (SUI) 846
4. Aksel Lund Svindal (NOR) 801
5. Marcel Hirscher (AUT) 675
6. Ivica Kostelic (CRO) 644
7. Ted Ligety (USA) 607
8. Silvan Zurbriggen (SUI) 583
9. Julien Lizeroux (FRA) 564
10. Michael Walchhofer (AUT) 549
11. Reinfried Herbst (AUT) 505

12. Didier Defago (SUI) 471
13. Manfred Mölgg (ITA) 424
14. Kjetil Jansrud (NOR) 396
15. Manuel Osborne-Paradis (CAN) 393
16. Romed Baumann (AUT) 381
17. Werner Heel (ITA) 379
18. Bode Miller (USA) 361
19. Mario Scheiber (AUT) 360
20. Erik Guay (CAN) 327
21. Massimiliano Blardone (ITA) 309
22. Felix Neureuther (GER) 249
23. Andrej Jerman (SLO) 243
. Marco Büchel (LIE) 243
25. Davide Simoncelli (ITA) 231
. Adrien Theaux (FRA) 231
27. Mattias Hargin (SWE) 228
28. Tobias Grünenfelder (SUI) 227
29. Giuliano Razzoli (ITA) 224
30. Michael Janyk (CAN) 222
31. Klaus Kröll (AUT) 214
32. Hannes Reichelt (AUT) 207

Weiter:
34. Manfred Pranger (AUT) 202
50. Philipp Schörghofer (AUT) 134
55. Georg Streitberger (AUT) 123
56. Hans Grugger (AUT) 122
80. Mario Matt (AUT) 58
83. Joachim Puchner (AUT) 53
88. Christoph Nösig (AUT) 42
. Wolfgang Hörl (AUT) 42
114. Stephan Görgl (AUT) 15
. Christoph Gruber (AUT) 15
117. Patrick Bechter (AUT) 14
121. Björn Sieber (AUT) 12
122. Rainer Schönfelder (AUT) 11
124. Christoph Dreier (AUT) 10
142. Florian Scheiber (AUT) 4

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