Schweizer gehen auf den ÖSV los
Schweizer gehen auf den ÖSV los

Wegen Janka

Schweizer gehen auf den ÖSV los

Das wird ein Finale Furioso in Garmisch: Raich hat nur noch 46 Punkte Vorsprung auf Janka. Die Schweizer sprechen von einer ÖSV-Psycho-Attacke.

Carlo Janka ist auf der Überholspur. Er hat in Norwegen 64 Punkte auf Benni Raich wettgemacht. Jetzt wird es für den Pitztaler so richtig eng. Janka: „Die beiden Speed-Bewerbe in Garmisch werden die Entscheidung bringen.“ In der Abfahrt (Mittwoch) und im Super-G (Donnerstag) will er nicht nur die Führung übernehmen, sondern sie auch ausbauen. Janka: „Der Riesentorlauf ist offen und im Slalom hat Benni wieder Vorteile. Das wird ein Herzschlag-Finish.“

Raich hat 2009 im letzten Rennen alles verloren
Das weiß natürlich auch Raich. Schon im Vorjahr hat er den Gesamt-Weltcup nur hauchdünn um zwei Punkte verloren. Erst im letzten Rennen überholte ihn Aksel Lund Svindal. Das ausgerechnet im Slalom. Benni damals: „Das war die größte Niederlage meines Lebens.“ Gestern ärgerte er sich über Platz 19 im Super-G. „Das war kein optimaler Lauf, ich habe in den Kurven viel zu viele Fehler gemacht. Ich kann weit mehr und muss in Garmisch vor allem im Super-G zulegen und besser punkten.“

Benni startet in Garmisch auch in der Abfahrt

Raich startet beim Finale auch in der Abfahrt, obwohl es beim Finale nur für die ersten 15 Weltcuppunkte gibt. Er sagt: „Das ist die beste Vorbereitung für den Super-G.“ Auch Janka sagt: „Ich muss volles Risiko gehen, wenn ich Benni abfangen will.“

Die beiden großen Rivalen wirken cool, doch hinter den Kulissen liegen die Nerven offenbar blank. Da entwickelt sich jetzt ein ähnlicher Psychokrieg wie bei den Springern in Vancouver. Die Schweizer schießen gegen den ÖSV.

Janka-Trainer Brunner: „Das ist eine Sauerei!“
Stein des Anstoßes: Der ehemalige Slalom-Coach Gert Ehn. Der soll während der Abfahrt in Kvitfjell bei Toni Giger angerufen haben und bei Janka einen Fehlstart bemerkt haben. „Ihr müsst Protest einlegen“, hat der Blick gehört. Und die Schweizer Zeitung zitiert Janka-Trainer Sepp Brunner (übrigens ein Österreicher), der das Telefonat mitbekommen hat: „So eine Sauerei. Es geht den Österreichern nur darum, den Carlo aus dem Konzept zu bringen.“

„Nervöser“ Janka war mit Platz sieben unzufrieden
Der ÖSV hatte in der Mannschaftsführersitzung nach genauem Videostudium keinen Protest eingelegt, doch die Schweizer anscheinend nervös gemacht. Der Blick berichtet von folgendem Dialog vor dem Super-G. Trainer Brunner zu Janka: „Du musst aufpassen, darfst dir nicht das Geringste erlauben.“

Janka wurde Siebter – nach einem schweren Fehler. Ob es an den Nerven lag? Der Schweizer: „Es war mehr drinnen...“

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