FIS-Präsident Kasper leugnet Klimawandel

Wirbel um Aussagen

FIS-Präsident Kasper leugnet Klimawandel

Der "Tages-Anzeiger" hat auf seiner Website Audio-Files eines Interviews mit Gian Franco Kasper online gestellt. Damit reagierte die Schweizer Zeitung auf Aussagen des Präsidenten des Internationalen Skiverband in der ARD vom Freitagabend, er sei falsch wiedergegeben worden.

"Wir müssen schon den Tatsachen ins Auge schauen und wir müssen schauen, was ich wirklich gesagt habe - nicht, was nachher rausgekommen ist", hatte Kasper der ARD gesagt. Dass man aus dem geschäftlichen Blickwinkel mit sportlichen Großereignissen lieber in Diktaturen gehen und sich nicht mit Umweltschützern herumstreiten soll, habe er so "selbstverständlich nicht" gesagt. Diese Interview-Passage im "Tages-Anzeiger" hatte in der vergangenen Tagen für große Empörung gesorgt.

 

"Ich glaube nicht an die Klimaerwärmung, aber ..."

Auch habe er die Klimaerwärmung nicht geleugnet. "Das habe ich sowieso nicht gesagt. Ich glaube nicht an die Klimaerwärmung, aber ich glaube den Fakten die uns einfach ganz klar zeigen, dass wir im Moment eine Erwärmung haben", sagte er. "Aber ich wehre mich dagegen vorauszusagen, dass in zehn Jahren kein Schnee mehr existiert. Das können wir nicht entscheiden, das ist Spekulation." Eine "Klimakrise" sei nicht zu bezweifeln.

Kasper verlangte vom Tages-Anzeiger keine Autorisierung für das Interview, das tut er allgemein nur in seltenen Fällen. Auf tagesanzeiger.ch sind die Audio-Files nachzuhören.
 

FIS-Präsident mag Diktaturen 

Wenn Gian Franco Kasper ein verbaler Ausrutscher passiert, dann erheben schon auch mal die Größten der Zunft das Wort. "Die Entschuldigung macht viel Sinn, denn der Kommentar hat keinen gemacht", sagte der norwegische Skirennläufer Aksel Lund Svindal nach dem Diktaturen-Sager des Präsidenten des Internationalen Skiverbands (FIS).
 
"Es ist nun einmal so, dass es für uns in Diktaturen einfacher ist. Vom Geschäftlichen her sage ich: Ich will nur noch in Diktaturen gehen, ich will mich nicht mit Umweltschützern herumstreiten", hatte Kasper dem "Tages-Anzeiger" gesagt. Diktaturen könnten "solche Veranstaltungen mit links durchführen, die müssen nicht das Volk befragen". Später entschuldigte er sich, er habe dies nicht wortwörtlich gemeint.
 
"Mit seiner Erfahrung sollte er es besser wissen. Es gibt viele Probleme in dieser Welt, die wichtiger sind als Sport. Ein Problem wie eine Diktatur ist viel wichtiger, als wo die Winterspiele abgehalten werden", sagte Svindal. Solche Sachen in einen Zusammenhang zu bringen, sei exakt der Grund, warum Österreich, Norwegen, Deutschland und andere nein zu Olympia sagen würden. Kasper habe der Sache damit keinen Dienst erwiesen.
Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 8

Top Gelesen 1 / 7
Hirschers heimlicher Sommer
Rätselraten Hirschers heimlicher Sommer
Marcel Hirscher macht sich rar und grübelt über Fortsetzung seiner Karriere. 1
"Fuck Cancer": Ex-Skisprung-Star kämpft gegen Krebs
Sorge um Sport-Star "Fuck Cancer": Ex-Skisprung-Star kämpft gegen Krebs
'Bin an Krebs erkrankt': Ex-Skiflug-Weltrekordler ist an Rücken-Krebs erkrankt. 2
Hirscher: Alles spricht für Karriere-Fortsetzung
Ski-Superstar Hirscher: Alles spricht für Karriere-Fortsetzung
Das MotoGP-Abenteuer hat Marcel Hirscher überstanden. Startet er jetzt Skitraining? 3
Anna Veiths Weg zurück
Masterplan Anna Veiths Weg zurück
Anna Veith sprach in "Sport und Talk aus dem Hangar-7" über ihr Comeback. 4
So plant Anna ihr Comeback
Ski-Queen wird 30 So plant Anna ihr Comeback
Runder Geburtstag: Warum die Olympiasiegerin morgen nicht groß feiert und wie sie ihr Comeback plant 5
So will Gregor Schlierenzauer wieder angreifen
Skispringen So will Gregor Schlierenzauer wieder angreifen
Gregor Schlierenzauer baut auf seinen Jugendtrainer Werner Schuster. 6
Max Franz nach Fersenbeinbruch wieder schmerzfrei auf Schnee
Ski alpin Max Franz nach Fersenbeinbruch wieder schmerzfrei auf Schnee
Nach fünf Monaten verletzungsbedingter Pause wagte sich Ski-Star Franz wieder auf die Piste. 7
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum  
Hier anmelden
Dauert nur 10 Sekunden
Impressum
X